Baden, Planschen, Schwimmen: Badesaison startet in M-V mit ausgezeichneter Wasserqualität
Auch wenn die Sonne noch etwas fehlt, beginnt am 20. Mai offiziell die Badesaison, so auch in Mecklenburg-Vorpommern. 97 Prozent der knapp 500 regelmäßig überprüften Badegewässer im Land tragen in diesem Jahr das Prädikat „Ausgezeichnet“ oder „Gut“. Das ist ein nochmaliger leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (96,6 Prozent).
„Damit ist also klar: Unsere Badegewässer sind fast überall von hoher Qualität. Einem gelungenen Sommer an unseren Seen oder am Meer steht nichts im Wege“, erklärte Gesundheitsministerin Stefanie Drese bei der heutigen Vorstellung der Zahlen am Kiessee in Krugsdorf (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Die Ministerin betonte, dass Mecklenburg-Vorpommern damit weiterhin ein besonders attraktiver Urlaubs- und Lebensort bleibe mit vielen tollen Bademöglichkeiten und klarem Wasser. „Davon profitieren Einheimische und Touristinnen und Touristen gleichermaßen“, so die Ministerin.
Drese dankte zum Start der Badesaison den Mitarbeitenden der Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte, die während der gesamten Badewassersaison, also noch bis zum 10. September, alle vier Wochen neue Proben an den überwachten Badestellen entnehmen.
„Das ist ein enormer Arbeitsaufwand, den die Gesundheitsämter aber auch unsere Mitarbeitenden im Labor des Landesamtes für Gesundheit und Soziales erbringen, damit jede und jeder mit gutem Gewissen die warme Jahreszeit genießen kann“, erklärte auch Dr. Heiko Will, Erster Direktor des LAGuS. Denn im dortigen Labor werden die Proben hinsichtlich mikrobiologischer Belastungen, etwa durch Darmbakterien Escherichia coli und Intestinale Enterokokken, untersucht, die als Indikatoren auf eine Verunreinigung des Wassers hinweisen.
Bisher seien im ersten Probendurchgang 2026 keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Dennoch musste ein Badegewässer als mangelhaft eingestuft werden (2025: 2, 2024: 6, 2023: 7). Am Schwandter See wurden mehrfach Grenzwertüberschreitungen der mikrobiologischen Parameter festgestellt, die zu einem Badeverbot in der Saison 2026 geführt haben. Das ist auch bereits der Badewasserkarte MV zu entnehmen, die Nutzerinnen und Nutzern in detaillierten Profilen die Testergebnisse aller beprobten Badestellen aufzeigt.
„Über mögliche Badewarnungen hinaus finden Interessierte auf unserer Badewasserkarte, egal ob im Web und per App, aber auch Informationen zu Park- und Verpflegungsangeboten vor Ort, zu barrierefreien Zugängen oder zum Vorhandensein von sanitären Anlagen an der Badestelle. Das erleichtert die Ausflugsplanung und die Suche nach der persönlichen, neuen Lieblingsbadestelle“, verdeutlichte Drese.
Insgesamt sei die Badewasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern enorm hoch und die Entwicklung sehr erfreulich, so Drese und Will. Waren 2023 noch 432 Badestellen als ausgezeichnet eingestuft, so sind es 2026 bereits 444. Liefen 2023 noch 12 Stellen unter dem Prädikat ausreichend, so habe sich dies auf nunmehr sechs halbiert.
Jede und jeder könne dazu beitragen, dass das so bleibt, erklärte Drese. „Dazu gehören gegenseitige Rücksichtnahme, aber auch das Mitnehmen bzw. die richtige Entsorgung von Müll, um den Eintrag in die Badestellen zu vermeiden“, betonte Drese.
Die Ministerin wies zudem noch auf die Informationsangebote des Ministeriums zum sicheren Baden hin. „Damit der Badespaß besonders für die jüngeren Wasserratten ein sicheres Vergnügen bleibt, bieten wir zum Beispiel einen Flyer an, in dem die beiden Bademeister Max und Vivi kindgerecht und mehrsprachig die gängigen Baderegeln erklären“, hob Drese hervor.
Zusätzliche Flyer gibt es zudem zum Thema „Baden im See“ und „Baden im Meer“, die für Erwachsene konzipiert sind. Neben Baderegeln gehen diese auch auf Aspekte wie Vibrionen und Zerkarien oder Nesselquallen ein. Alle Flyer stehen digital zum Download bereit.

