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Warntag in Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich verlaufen

PM-Nr.158/2026  | 10.09.2026  | IM  | Ministerium für Inneres und Bau

Der Warntag in Mecklenburg-Vorpommern ist erfolgreich verlaufen. Die beteiligten Behörden und Einsatzkräfte haben die Warnsysteme des Landes erneut unter realen Bedingungen erprobt. Die ersten Rückmeldungen fallen positiv aus. Aus Sicht des Bundes verlief insbesondere die Auslösung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) erfolgreich. Auch die Warn-Apps NINA, und KATWARN übermittelten die Probewarnung wie vorgesehen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden zudem alle Sirenen planmäßig ausgelöst.

Eine Besonderheit gab es in Stralsund: Dort wurde die Probewarnung auch über die digitalen Fahrgastinformationsanzeigen an den Haltestellen ausgespielt. Zusätzlich informierte der Betriebsfunk die Busfahrerinnen und Busfahrer, die ihre Fahrgäste mit einer kurzen Durchsage auf den Warntag hinwiesen.

„Wir testen unsere Warnsysteme nicht für den Warntag. Wir testen sie für den Ernstfall. Wenn Menschen in einer Gefahrensituation schnell handeln müssen, dürfen wir uns nicht darauf verlassen, dass alles funktioniert. Wir müssen es vorher wissen. Genau dafür brauchen wir diese Tests. Denn wenn es ernst wird, gibt es keinen zweiten Versuch.“, so Innenminister Christian Pegel.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schnell sich Gefahrenlagen entwickeln können. Hochwasser und schwere Unwetter gehören ebenso dazu wie Waldbrände oder andere größere Schadenslagen. Eine verlässliche Warnung ist deshalb ein wesentlicher Teil des Bevölkerungsschutzes.

Deutschland setzt dabei auf einen breiten Warnmix. Sirenen, Warn-Apps, Cell Broadcast, Rundfunk und weitere Kanäle ergänzen sich. Der bundesweite Warntag hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass diese Kombination eine hohe Reichweite erzielt. Beim Warntag 2025 wurden nach Angaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) 97 Prozent der Befragten über mindestens einen Warnkanal erreicht.

Tag des alkoholgeschädigten Kindes: „Jedes Kind verdient einen gesunden Start ins Leben“

PM-Nr.217  | 09.09.2026  | SM  | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Jedes Jahr kommen in Deutschland Schätzungen zufolge bis zu 10.000 Kinder mit alkoholbedingten Schädigungen wie der fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) zur Welt. Als Tag des alkoholgeschädigten Kindes macht der 09. September deshalb jährlich auf die Gefahren des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft aufmerksam und nutzt dafür das symbolische Datum, das an die neun Monate erinnern soll, die ein Kind im Bauch seiner Mutter verbringt. Sozial- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese betonte heute: „Während der Schwangerschaft gibt es kein sicheres Maß an Alkoholkonsum, denn das Baby trinkt mit.“

So erhält das ungeborene Kind während der Schwangerschaft die wichtigen Nährstoffe aus der Nahrung der Mutter über die Nabelschnur. „Auf demselben Weg gelangt dann jedoch auch der Alkohol als Zellgift in den kindlichen Körper und kann dort die Entwicklung aller Organe und insbesondere des Gehirns beeinträchtigen“, erklärte Drese. Dies könne bei FASD etwa zu Entwicklungs- und Lernschwierigkeiten, sowie Schäden von Augen, Gesicht, Herz, Nieren oder Knochen führen. Diese Folgen bleiben ein Leben lang, denn FASD ist nicht heilbar.

„Das bedeutet, dass FASD die häufigste, angeborene, nicht genetisch bedingte Behinderung in Deutschland ist. Ein konsequenter Alkoholverzicht schützt. Dennoch konsumieren laut Umfragen rund 20 Prozent der Frauen auch während der Schwangerschaft, knapp acht Prozent sogar so viel, dass die Alkoholmenge selbst für nichtschwangere Frauen als riskant gilt. Ob aus Unwissenheit über die Folgen des Konsums oder auch durch bestehende Abhängigkeitserkrankungen: Das sind Zahlen, die erschrecken“, so Drese.

Das Land habe daher zuletzt die Beratungs- und Unterstützungsangebote für FASD und Suchterkrankungen ausgebaut. „Ein gesunder Start ins Leben beginnt lange vor der Geburt. Deshalb ist Aufklärung über die Folgen von Alkohol in der Schwangerschaft so wichtig“, unterstrich die Ministerin. So unterstütze das Land etwa die FASD-Fachstelle in Rostock, die Betroffene, Eltern, Pflege- und Adoptivfamilien oder auch Fachkräfte unterstützt, zum Beispiel bei familiären Herausforderungen oder bei der Suche nach pädagogischer, therapeutischer oder medizinischer Hilfe.

„Zusätzlich haben wir mit KipsFam ein Hilfsnetz für Kinder aus sucht- oder psychisch belasteten Familien ins Leben gerufen. Regionalstellen in den Landkreisen und kreisfreien Städten helfen dabei, Familien frühzeitig Unterstützung anzubieten, sie eng zu begleiten und bei Bedarf in externe Hilfsangebote zu vermitteln“, erklärte Drese. Insgesamt stehen bis 2027 fünf Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF+) für das Projekt zur Verfügung.

„Wir müssen beides zusammen denken“, betonte Drese: „Jedes Kind verdient einen gesunden Start ins Leben. Deshalb wollen wir verhindern, dass Kinder durch Alkohol in der Schwangerschaft geschädigt werden. Und wir müssen für diejenigen da sein, die bereits mit den Folgen wie etwa FASD leben. Dafür braucht es Aufklärung, gezielte Beratung und verlässliche Unterstützung“, sagte sie.

Weitere Informationen zur FASD-Beratungsstelle finden Interessierte unter https://rostocker-stadtmission.de/fasd-beratungsstelle-m-v. Alle Informationen rund um KipsFam stehen unter https://blickauf-kipsfam.de/ zur Verfügung.

Bundesweiter Warntag 2026: Bund, Länder und Kommunen testen Warnsysteme am 10. September

PM BKK Bund

Am Donnerstag, den 10. September 2026, findet der sechste Bundesweite Warntag statt. Bund, Länder und Kommunen erproben an diesem Tag gemeinsam ihre Warnsysteme für Krisen- und Katastrophenfälle.

Um 11:00 Uhr versendet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK) über das Modulare Warnsystem des Bundes (kurz: MoWaS) eine Testwarnung. Diese wird an alle verbundenen Warnmultiplikatoren wie Radio- und TV-Sender, digitale Anzeigetafeln, Warn-Apps sowie Cell Broadcast weitergeleitet und erreicht dadurch Millionen Menschen in Deutschland.

Zusätzlich testen viele Kommunen ihre eigenen Warnsysteme wie Sirenen oder Lautsprecherwagen.

Um 11:45 Uhr wird eine bundesweite Entwarnung gegeben. „Unser Ziel ist es, die Menschen auf das wichtige Thema Warnung aufmerksam zu machen. Die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger nach dem Warntag sind daher für uns entscheidend bei der Auswertung. Nur durch ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Warnkanälen können wir das Warnsystem gezielt verbessern und für den Ernstfall noch verständlicher und zuverlässiger gestalten. Wir freuen uns deshalb sehr, wenn sich auch in diesem Jahr wieder so viele Menschen wie möglich an unserer Online-Umfrage beteiligen und ihre Erfahrungen mit uns teilen.“ sagt BBK-Präsidentin Grit Tüngler

Berufe in Uniform: Info-Nachmittag am 15. September im Neubrandenburger BiZ

PM Neubrandenburg, 08. September 

„Wer eine Uniform trägt, übernimmt Verantwortung – und gewinnt Zugang zu einer überraschend breiten beruflichen Welt. Genau diese Perspektiven möchten wir jungen Menschen zeigen“, sagt Andreas Wegner, Chef der Agentur für Arbeit Neubrandenburg, und lädt alle Interessierten herzlich zum Beratungstag ins Berufsinformationszentrum ein.

Am Dienstag, 15. September, stehen dort von 15:00 bis 17:30 Uhr Einstellungsberaterinnen und -berater von Bundeswehr, Zoll, Landes- und Bundespolizei sowie der Justizvollzugsanstalt Neustrelitz für persönliche Gespräche zur Verfügung. Sie informieren über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten und geben einen direkten Einblick in die beruflichen Perspektiven ihrer Organisationen.

Die Veranstaltung findet im BiZ der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Ponyweg 37–43, 17034 Neubrandenburg, statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Weitere Informationen gibt das BiZ-Team unter 0395 766-1500 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Rübenkampagne startet in Anklam: „Die Zuckerrübe hat Zukunft in MV“

PM-Nr.278/2026  | 07.09.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

Mit guten Aussichten startet Mecklenburg-Vorpommern in die Rübenkampagne 2026/27. Auf rund 26.400 Hektar wachsen in diesem Jahr Zuckerrüben. Ausreichende Feuchtigkeit sorgte im Frühjahr für gute Auflaufbedingungen, auch im weiteren Vegetationsverlauf war die Wasserversorgung weitgehend gesichert. Blattläuse und Blattkrankheiten traten deutlich schwächer auf als im Vorjahr. Insgesamt werden mittlere bis gute Erträge erwartet.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus sagte zum Kampagnenstart in Anklam: „Die Zuckerrübe gehört zu Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist eine wertvolle Kultur in unseren Fruchtfolgen und zugleich Grundlage einer regionalen Wertschöpfungskette vom Acker bis zur Verarbeitung. Die Bestände machen in diesem Jahr einen guten Eindruck. Das ist vor allem das Ergebnis der Arbeit unserer Rübenanbauer, die mit viel Erfahrung und Fachwissen dafür sorgen, dass in Anklam ein hochwertiger heimischer Rohstoff verarbeitet werden kann.“

Die Erwartungen folgen auf ein außergewöhnlich gutes Rübenjahr 2025. Damals wurden in Mecklenburg-Vorpommern auf 28.500 Hektar Zuckerrüben angebaut. Mit durchschnittlich 82,7 Tonnen je Hektar lagen die Erträge rund elf Prozent über dem langjährigen Mittel. Einzelne Betriebe erreichten sogar bis zu 100 Tonnen je Hektar.

In der vergangenen Kampagne wurden in Anklam insgesamt mehr als 1,8 Millionen Tonnen Zuckerrüben von 311 landwirtschaftlichen Betrieben zu Zucker und Nebenprodukten verarbeitet. Bei einem durchschnittlichen Zuckergehalt von 17,4 Prozent wurde ein Zuckerertrag von gut 14,4 Tonnen je Hektar erreicht. Die durchschnittliche Verarbeitungsleistung der Fabrik lag bei mehr als 13.500 Tonnen Rüben am Tag. In diesem Jahr sind wieder über 300 Landwirte beteiligt. Der Zuckerertrag pro Hektar könnte noch höher liegen als im vergangenem Jahr und erstmal die 15 Tonnen pro Hektar überschreiten.

„Diese Zahlen zeigen, wie leistungsfähig unsere Rübenwirtschaft ist. Aber hohe Erträge allein garantieren noch keine wirtschaftliche Sicherheit. Entscheidend ist, dass die gesamte Kette funktioniert: vom Anbau über den Transport bis zur Verarbeitung. Wir brauchen auch künftig heimische Rohstoffe und eine leistungsfähige Verarbeitung im eigenen Land. Regionale Wertschöpfung entsteht nur, wenn beides zusammenbleibt“, betonte Backhaus.

Anklam verbindet Landwirtschaft und Verarbeitung

Die Zuckerfabrik Anklam ist der zentrale Verarbeitungsstandort für Zuckerrüben in Mecklenburg-Vorpommern und blickt auf eine mehr als 140-jährige Geschichte zurück. Bereits 1883 startete hier die erste Rübenkampagne. Der Standort wurde seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Seit 2008 wird zusätzlich Bioethanol erzeugt, seit 2013 werden Reststoffe in einer Biogasanlage zu Biomethan verarbeitet.

Auch vor der diesjährigen Kampagne wurde weiter modernisiert. Rund vier Millionen Euro investierte das Unternehmen in die Erneuerung und Erweiterung des zweiten Teils der Rübenwäsche. Bereits im vergangenen Jahr war die Endwäsche erneuert worden. Mit dem zweiten Bauabschnitt wird das Gesamtprojekt zum Start der Kampagne 2026 abgeschlossen.

Backhaus: „Die Zuckerrübe steht beispielhaft dafür, was wir unter regionaler Wertschöpfung verstehen: Der Rohstoff wächst auf unseren Feldern, wird hier verarbeitet und selbst Nebenprodukte werden weiter genutzt. Genau solche Kreisläufe wollen wir im Land erhalten und weiterentwickeln. Dafür brauchen Landwirtschaft und Verarbeitung wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen.“

Weniger Fahrten durch höhere Zuladung prüfen

Ein Ansatzpunkt dafür ist die Transportlogistik. Zuckerrüben müssen während weniger Kampagnenmonate in großen Mengen von den landwirtschaftlichen Betrieben zur Verarbeitung nach Anklam gebracht werden. Mecklenburg-Vorpommern prüft deshalb gemeinsam mit dem zuständigen Wirtschaftsministerium, ob und unter welchen Voraussetzungen künftig ein Pilotprojekt mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 44 statt bislang 40 Tonnen möglich sein könnte.

Nach vorliegenden Berechnungen könnte eine höhere Zuladung die Zahl der notwendigen Transporte deutlich reduzieren. Für eine Kampagne wird ein Potenzial von rund 11.500 Lkw-Touren und etwa 1,5 Millionen gefahrenen Kilometern weniger gesehen.

Ein vergleichbares Pilotprojekt ist im August 2026 in Sachsen-Anhalt gestartet. Dort dürfen Transporte auf einer rund 30 Kilometer langen Strecke zwischen Alsleben und Eisleben mit einem Gesamtgewicht von bis zu 44 Tonnen durchgeführt werden. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet. Die Ausgangslage in Mecklenburg-Vorpommern ist allerdings komplexer, weil hier zahlreiche Strecken mit teilweise deutlich größeren Entfernungen betroffen wären. Ob ein entsprechendes Modell rechtlich und praktisch umgesetzt werden kann, ist deshalb noch offen.

„Wenn wir dieselbe Menge Rüben mit weniger Lkw-Fahrten zur Fabrik bringen können, sollten wir uns diese Möglichkeit genau anschauen. Vier Tonnen mehr Zuladung könnten Transporte effizienter machen, Kosten reduzieren und gleichzeitig Verkehr und CO₂ vermeiden. Noch ist nichts entschieden. Aber ich halte es für richtig, gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium sorgfältig zu prüfen, ob und wie ein solches Modell auch bei uns funktionieren kann“, so Backhaus.

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