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ELViS-ID: E71631662
Vergabenummer: 01-En-11405
Die Vorschauansicht der Vergabeunterlagen steht Ihnen hier: https://www.subreport.de/E71631662 zur Verfügung.
In den 1990er-Jahren war sie als Reinigungskraft in unserer Verwaltung tätig. Mit ihrer warmherzigen, offenen und ehrlichen Art hat sie die Verwaltung bereichert. Ihre ehemaligen Kolleginnen werden Erika in dankbarer und liebevoller Erinnerung behalten. Ihr Lächeln, ihre Herzlichkeit und ihre Menschlichkeit bleiben unvergessen. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden.
Friedland in Böhmen war in diesem Jahr Gastgeber für das 29. Friedlandtreffen. Die kleine Stadt in Nordböhmen richtete das Städtetreffen zusammen mit ihrem örtlichen Fest „Friedland hat Spaß“ (ähnlich einem Stadtfest) aus. Vom 19.06. bis zum 22.06.2026 waren Delegationen aus Korfantow, Mieroszów, Mirosławiec, Debrzno (Polen), aus Frýdlant nad Ostravici (Tschechien), Friedland Brandenburg, Friedland Niedersachsen und aus unserem Friedland in Frýdlant v Čechách zu Gast.
Friedland in Mecklenburg wurde von Ines Prösch, Kirsten Steinke, Anja Lentz-Becker, Arite Hagemann, Matthias Noack und André Totzeck vertreten. André brachte uns bis zum frühen Nachmittag sicher ins ungefähr 420 Kilometer entfernte Friedland in Böhmen. Nach Ankunft in der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft, konnten wir uns in den Wohnbereichen des dortigen Internats für den offiziellen Empfang frisch machen. Ein Teil der Zimmer des Internats nahm alle Delegationen als „Gemeinschaftsunterkunft“ auf. In einfachen Zwei- bis Vierbettzimmern schliefen vom Fahrer bis zum Bürgermeister alle. Frisch und hübsch gemacht ging es für uns ins örtliche Kino. Im Filmsaal fand auf und neben der Bühne der offizielle Empfang statt. Neben unseren Delegationen, dem Gastgeber und ihren Bürgermeistern/innen waren auch Abgeordnete höherer Ebenen aus Kreis und Land zu Gast. Die Musikschule Friedlands (Böhmen) stellte in mehreren Auftritten mit Gesang und Instrumenten ihre gute und breite Ausbildung unter Beweis. Die obligatorischen Gastgeschenke fanden den Weg zu Bürgermeister Dan Ramzer. Wir überreichten symbolisch und stilvoll eine (hölzerne) E-Gitarre und einen Gutschein in Höhe von 150,00 EUR für die örtliche Musikschule. Ich hatte schon auf der Bühne das Gefühl, den richtigen Nerv bei unseren Gastgebern getroffen zu haben!
Ein Dankeschön an dieser Stelle an den hiesigen Instrumentenbauer für die Holzgitarre und an die zuständigen Verwaltungsdamen für die sehr gute Recherche und die sehr passende Geschenkidee. Während des Empfangs vorgetragene Eröffnungsreden, Gruß- und Dankesworte wurden dank sehr guter Organisation von den Moderatoren und einem Simultandolmetscher ins Polnische und Deutsche übersetzt. Dieser „Sprachservice“ wurde durchgängig während des gesamten Wochenendprogramms durchgeführt, sodass alle Informationen immer rechtzeitig passend an den Mann gebracht wurden – auch hier ein dickes Dankeschön an die Organisatoren und die „Sprachgenies“.
Nach dem Empfang ging es für uns in den Saal des direkt gegenüber befindlichen Restaurants zu Unterhaltung und Abendessen. Wir wurden mit regionaler, tschechischer Küche (Knödel und Gulasch, …) äußerst lecker versorgt. Unseren Durst durften wir mit einem vielseitigen Angebot (auch tschechisches Bier vom Fass) vollständig stillen. Empfangen wurden wir mit sehr eleganten Auftritten junger Tanzsportler. Sie führten vor uns ca. 70 Friedländern und den Augen ihrer Eltern und Trainer in mehreren Auftritten das volle Programm der Standard- und Lateintänze auf. In ihren schicken, glitzernden Kostümen holten sie sich dank ihrer sehr guten Darbietungen jedes Mal einen tosenden Applaus von uns und den anderen Zuschauern ab! Zwischendurch wurde die Abendunterhaltung mit der Aufführung eines kleinen fabelähnlichen Märchens aufgelockert. Die so um die 8 – 10 Jahre alten Lütten zeigten keinerlei Lampenfieber und brachten ihr Theaterstück sehr anschaulich ans Publikum. Auch sie bekamen zu Recht ausgiebigen Applaus. Den restlichen Abend ließen wir bei Gesprächen in Deutsch, Polnisch, Tschechisch, und Englisch sowie mit Händen und Füßen ausklingen. Nebenbei konnte bei bunter Musik getanzt werden. Die kulinarische Versorgung bleib ebenfalls den ganzen Abend über erhalten.
Am Samstagmorgen wurde im Speisesaal gemeinsam gefrühstückt. Danach wurde auf dem Schulgelände für ein Gemeinschaftsfoto aller Delegationen Aufstellung genommen. Im Anschluss erhielten wir einen geführten Stadtrundgang. Wir bekamen Einblicke in die Räume und den Betrieb der örtlichen Förderschule. Wir besichtigten die städtische Sportanlage mit Sportplatz, Tribüne und der noch sehr neuen und sehr gut ausgestatteten Eishalle. Neben dem Blick in die modernen, umfangreichen Katakomben durften wir uns im Eishockey-Torschuss probieren. Ob mit oder ohne Zielwasser, hier ging für uns „Flachlandtiroler“ nicht viel. Im weiteren Rundgang landeten wir im Stadtpark und konnten uns bei „Friedland hat Spaß“ unters Volk mischen. Schausteller, Händler, Imbisse und Trödler sorgten zusammen mit den Friedländer Bürgern und ihren Gästen für ein buntes Treiben.
Am Ende des Stadtrundganges landeten wir im alten, traditionsreichen Zeremoniensaal des Rathauses. In stilvollem, geschichtsträchtigem Rahmen durfte sich jede Delegation ins Ehrenbuch der Stadt Friedland in Böhmen eintragen.
Anschließend fand im direkt nebenan gelegenen Büro des Bürgermeisters die Bürgermeisterrunde zu Organisation und Vorlauf der weiteren kommenden Friedlandtreffen statt. Frau Prösch und ich als Stadtpräsident nahmen stellvertretend daran teil. Die Schlüsselübergabe an Mirosławiec als turnusmäßig nächstem Ausrichter erfolgte bereits am Empfangsabend. Doch könnte unter Umständen auch Friedland in Niedersachsen der nächste Ausrichter werden. Die endgültige Entscheidung fällt im diesjährigen September. Auch „die Ableger“ dieses großen Friedlandtreffens – das Jugendtreffen (gleicher Ausrichter wie beim großen Friedlandtreffen, ein Jahr später), der Friedland-Cup in Frýdlant nad Ostravici (Fußball, D-Jugend) und die Teilnahmen am internationalen Wasserballturnier in Korfantow wurden angesprochen. So können die Gedanken von internationalen Freundschaften, Völkerverständigung und europäischer Gemeinschaft schon in jungen Jahren wachsen!
Bevor wir uns in der Rathausumgebung wieder ins Getümmel von „Friedland feiert“ stürzen konnten, bekamen wir im Rathausinnenhof am frühen Nachmittag ein buntes Mittagessen serviert. Anschließend konnten wir das musikalische Programm auf der großen Bühne auf dem Marktplatz vorm Rathaus genießen, uns von dem Treiben der Händler, Künstler und Gäste im Rathausumfeld inspirieren lassen oder auch den Rathausturm besteigen und von dort einen weiten Blick ins Umland schweifen lassen. Höhe war und ist jedoch nicht jedermanns Sache, so lauschten einige von uns ohne Turmbesuch lieber den rockigen Klängen auf der Marktplatzbühne. Das doch eng getaktet anmutende Rahmenprogramm entpuppte sich hier als recht gemütlich. Die „freie Zeit“ im Rahmen von „Friedland feiert“ wurde zusammen mit der guten Versorgung über einzelne Imbissstände und das Catering im Rathaushof von unserer Delegation als sehr angenehm empfunden. So blieb immer wieder Zeit für Gespräche unter den Friedlands und auch Einblicke in das örtliche Leben. Mit einer Art Shutle-Transfer wurden durch das Team von und mit Bürgermeister Dan Ramzer bedarfsgerecht die Rücktouren zur Unterkunft angeboten und durchgeführt. So konnte sich fast jeder seine individuelle Feierabendzeit zurechtlegen. Für mich war an diesem Tag besonders erstaunlich, was eine ähnlich große tschechische Kleinstadt wie wir, alles an Sport-, Bildungs-, Kultur- und Gemeinschaftseinrichtungen für ihre Bürger vor- und unterhalten kann. So ähnlich erging es mir schon im letzten Jahr, als wir zu Gast in Frydlant nad Ostravici waren. Es liegt wahrscheinlich an den etwas anders gelagerten, politisch-gesellschaftlichen Strukturen für Kommunen in Tschechien. Vielleicht sollten unsere überregionalen Abgeordneten öfter zu unseren Nachbarn schauen?!
Am Sonntag wanderten wir nach dem Frühstück direkt von der Unterkunft zur nahe gelegenen Staatsburg Frydlant. Wir besichtigten Staatsburg und -schloss Frydlant unter Führung unseres Dolmetschers, Sven. So erhielten wir bei kurzweiligem und sehr anschaulichem Vortrag Einblicke in die Historie der Schlossburg / des Burgschlosses mit den Verbindungen zu Albrecht von Waldstein (Wallenstein) oder den original dargestellten Adelswohnungen des 19. Jahrhunderts. Von hier gings mit dem Bus nach Bad Liebwerda. Im Kurort und ehemaligen Stammsitz des Adelsgeschlechtes Clam-Gallas (eng verbunden mit der Geschichte von Schloss Frydlant) befindet sich heute eine Kurklinik mit Hotel. Neben dem Heilquellwasser werden viele weitere Heil- und Reha-Anwendungen angeboten. Die Anlage kann anteilig auch frei für Wellness-Angebote und Urlaube gebucht werden. Neben der kulinarischen Versorgung zum Mittag bekamen wir Einblick in Behandlungsräume, in die technischen Räume der Heilquelle, wir besichtigten die restaurierte Kolonnade (rundes, historisches, überdachtes und nach innen offenes Bauwerk), durften das Heilwasser kosten und wurden durch den Kurpark geführt. Danach ging es zu Fuß in malerischer Umgebung am Fuße des Isergebirges einen Ort weiter nach Hejnice zur Kirche Mariä Heimsuchung. Neben den kulturellen und historischen Erläuterungen brachten die dicken Kirchenmauern in ihrem Inneren etwas willkommene Abkühlung gegenüber der unermüdlichen Sonne im Freien. Von diesem historisch-religiösen Rahmen ging es direkt über zu wirtschaftlichen, feucht-fröhlichen Inhalten. Wir besuchten ein kleines Start-Up-Unternehmen, die Raspenava Distillery. Vom Chef selbst wurden wir durch die Destille geführt, durften hier und da mal riechen und bekamen Antworten auf fast alle Fragen. Im Hofladen bzw. Werksverkauf kosteten wir einige Liköre und/oder Brände, auch eine noch bisher nicht verkaufte Marktneuheit aus Mandel war dabei. Trotzdem konnten alle Teilnehmer ohne Ausfallerscheinungen ins Abendprogramm gehen.
Zurück in der Unterkunft standen noch die obligatorischen sportlichen Spaß-Aktivitäten wie bspw. ein abgewandeltes Boule oder „Der legenden Henne ihre Eier so schnell und treffsicher wie möglich abnehmen“ auf dem Programm. Das mittlerweile traditionelle Friedland-Stein-Werfen gehörte ebenfalls dazu. Hier gewannen den Titel verteidigend die Friedländer aus Böhmen. Wir holten einen guten 6. Platz.
Bei den anderen Disziplinen zusammengefasst schafften wir es als Dritter sogar aufs Treppchen! Mit einem leckeren Grillbüffet, guten Gesprächen mit bekannten und neuen Freunden sowie dem einen oder anderen sinnlichen Getränk ließen wir den Abend ausklingen.
Einige weitgereiste, polnische Delegationen verabschiedeten sich noch an diesem Abend. Alle anderen fielen sich am Montagmorgen nach dem Frühstück noch einmal um den Hals und verabschiedeten sich herzlich. Ein riesiges und herzliches Dankeschön für die Gastfreundschaft und die sehr gute Organisation des sehr interessanten und kurzweiligen Programms geht raus an das gesamte Team von Frýdlant v Čechách mit und um ihren Bürgermeister Dan Ramzer!
Danke und auf Wiedersehen!
Grüße aus Friedland in Mecklenburg,
Matthias Noack
Zwei Jahre nach Start: Schulen nutzen zusätzliche Möglichkeiten für mehr Bildungschancen
PM-Nr.119-26 | 14.07.2026 | BM | Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung
Mit dem Startchancen-Programm stärkt Mecklenburg-Vorpommern 72 Schulen, die unter besonders herausfordernden Bedingungen arbeiten. Zwei Jahre nach dem Programmstart zieht Bildungsministerin Simone Oldenburg eine erste Bilanz. „Noch immer hängt in Deutschland der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen stark vom sozialen Umfeld ab. Mit dem Startchancen-Programm investieren Bund und Länder gemeinsam in mehr Bildungsgerechtigkeit. Das Programm ist weit mehr als ein Förderprogramm. Es eröffnet Schulen die Möglichkeit, ihre besonderen Aufgaben in den Blick zu nehmen und Lösungen für ihre Schülerinnen und Schüler zu entwickeln“, sagte die Ministerin.
Seit dem Start hat Mecklenburg-Vorpommern die Umsetzung des Programms gemeinsam mit Schulen, Schulträgern und weiteren Partnern aufgebaut. Zielvereinbarungen, Beratungs- und Begleitangebote sowie landesweite Netzwerke schaffen die Grundlage dafür, dass Schulen die zusätzlichen Möglichkeiten passgenau für ihre Schülerinnen und Schüler nutzen können. Die Erfahrungen aus der ersten Umsetzungsphase fließen bereits in die weitere Entwicklung des Programms ein.
Auf dieser Grundlage entscheiden die Schulen selbst, welche Schwerpunkte sie setzen. Sie kennen die lokalen Gegebenheiten am besten und entwickeln daraus maßgeschneiderte Angebote für ihre Schülerinnen und Schüler. So entstehen neue Förderangebote, moderne Lernorte, zusätzliche Unterstützung durch multiprofessionelle Teams und Projekte, die Bildungsübergänge begleiten – von der Kita in die Grundschule bis zum Übergang in Ausbildung und Beruf. „Mit dem Startchancen-Programm stärken wir die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in Deutsch und Mathematik sowie im sozial-emotionalen Bereich. Die Schulen zeigen dabei, wie vielfältig eine gute Förderung aussehen kann“, sagte Simone Oldenburg.
Wie unterschiedlich die Schulen das Startchancenprogramm mit Leben füllen, zeigen zwei Beispiele aus Mecklenburg-Vorpommern:
Grundschule Ost „Hans Christian Andersen“ Europaschule, Neubrandenburg: Leseförderung gezielt stärken
Die Grundschule Ost setzt einen Schwerpunkt auf die Stärkung der Lesekompetenz. Dafür werden verschiedene Angebote miteinander verbunden:
- Lesepatinnen und Lesepaten sowie studentische Fachkräfte unterstützen Schülerinnen und Schüler bei individuellen Förderangeboten.
- Die Lernverlaufsdiagnostik „Quop“ wird eingesetzt, um die Entwicklung der Lesekompetenz sichtbar zu machen und Fördermaßnahmen gezielt anzupassen. Lehrkräfte werden für die Nutzung von „Quop“ fortgebildet.
- Die Lern-App „Lernmax“ unterstützt eine stärkere Differenzierung im Unterricht.
- Die Schulbibliothek wird mit neuen, kindgerechten und interessenorientierten Büchern weiterentwickelt und unter anderem als Lernort für die Leseförderung genutzt.
- Mit „Lernen durch Engagement“ und „Ein Quadratkilometer Bildung“ werden Bildungsübergänge begleitet und Kooperationen im Sozialraum gestärkt.
Regionale Schule mit Grundschule „bernsteinSchule“, Ribnitz-Damgarten: Schul- und Unterrichtsentwicklung gezielt weiterentwickeln
Die „bernsteinSchule“ nutzt das Startchancen-Programm, um ihre Schul- und Unterrichtskultur weiter zu entwickeln und die basalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken:
- Die Schule entwickelt ihr Qualitätsmanagement weiter und baut eine datenbasierte Schulentwicklung auf.
- Eine Lernverlaufsdiagnostik hilft dabei, Lernstände frühzeitig zu erkennen und Förderangebote gezielter auszurichten.
- Eine externe Schulentwicklungsbegleitung unterstützt den Entwicklungsprozess.
- Unterrichtsbegleitungen, Hospitationen und Praxisaustausch fördern die gemeinsame Weiterentwicklung des Kollegiums.
- Investitionen in die Lernumgebung werden aus den pädagogischen Zielen und den konkreten Anforderungen der Schule abgeleitet.
Die Erfahrungen aus den Schulen werden landesweit gesammelt, ausgewertet und weiterentwickelt. Zu diesem Zweck wurden sechs thematische Netzwerke zu den Bereichen Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik, überfachliches Lernen, datengestützte Qualitätsentwicklung, berufliche Orientierung und multiprofessionelle Zusammenarbeit aufgebaut. Ziel ist es, erfolgreiche Ansätze sichtbar zu machen und voneinander zu lernen. „Die Umsetzung des Programms lebt vom Austausch und der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Gute Ideen sollen nicht an einzelnen Schulen bleiben, sondern möglichst vielen Schülerinnen und Schülern zugutekommen“, sagte Oldenburg.
Die Auswahl der 72 Startchancen-Schulen erfolgte auf Grundlage wissenschaftlicher Kriterien, die Bund und Länder gemeinsam vereinbart haben. Berücksichtigt wurden unter anderem der Anteil von Schülerinnen und Schülern aus einkommensarmen Familien, mit Migrationshintergrund sowie weitere Indikatoren für besondere pädagogische Herausforderungen. Die teilnehmenden Schulen besuchen rund zwölf Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern.
Das Startchancen-Programm läuft über zehn Jahre. Ziel ist es, Bildungschancen zu verbessern, Basiskompetenzen zu stärken und Schulen nachhaltig in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
- Die Wählerverzeichnisse zu der oben aufgeführten Wahl für die Wahlbezirke der Gemeinden Datzetal, Friedland und Galenbeck werden in der Zeit vom 31. August 2026 bis 04. September 2026 während der allgemeinen Öffnungszeiten im Amt Friedland, 17098 Friedland, Riemannstraße 42, Zimmer-Nr. 1.10 für Wahlberechtigte zur Einsichtnahme bereitgehalten. Jeder Wahlberechtigte kann die Richtigkeit oder Vollständigkeit der zu seiner Person im Wählerverzeichnis eingetragenen Daten überprüfen. Sofern ein Wahlberechtigter die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Daten von anderen im Wählerverzeichnis eingetragenen Personen überprüfen will, hat er Tatsachen glaubhaft zu machen, aus denen sich eine Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit des Wählerverzeichnisses ergeben kann. Das Recht auf Überprüfung besteht nicht hinsichtlich der Daten der Wahlberechtigten, für die im Melderegister ein Sperrvermerk gemäß § 51 Absatz 1 und 5 BMG eingetragen ist.
Wählen kann nur, wer in das Wählerverzeichnis für die betreffende Wahl eingetragen ist oder einen Wahlschein hat.
- Wer das Wählerverzeichnis für unrichtig und unvollständig hält, kann in der Zeit vom 20. Tag bis zum 16. Tag vor der Wahl, spätestens am 04. September 2026 bis 12:00 Uhr bei der Gemeindewahlbehörde Amt Friedland, 17098 Friedland, Riemannstraße 42, Zimmer-Nr. 2.12 unter Angabe der Gründe einen Antrag auf Berichtigung stellen. Der Antrag kann schriftlich oder durch Erklärung zur Niederschrift gestellt werden.
- Wahlberechtigte, die in das Wählerverzeichnis eingetragen sind, erhalten bis spätestens August 2026 eine Wahlbenachrichtigung. Wer keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, aber glaubt, wahlberechtigt zu sein, muss einen Antrag auf Berichtigung des Wählerverzeichnisses stellen, wenn er nicht Gefahr laufen will, dass er sein Wahlrecht nicht ausüben kann. Wahlberechtigte, die nur auf Antrag in das Wählerverzeichnis eingetragen werden und die bereits einen Wahlschein und Briefwahlunterlagen beantragt haben, erhalten keine Wahlbenachrichtigung.
- Wahlscheine werden bei der Erfüllung der wahlrechtlichen Voraussetzungen erteilt.
Wer einen Wahlschein für die Landtagswahl hat, kann an der Wahl des Landtages durch Briefwahl oder durch Stimmabgabe in einem beliebigen Wahlbezirk des Wahlkreises, für den der Wahlschein ausgestellt ist, teilnehmen.
- Einen Wahlschein erhält auf Antrag:
a) eine in das Wählerverzeichnis eingetragene wahlberechtigte Person;
b) eine nicht in das Wählerverzeichnis eingetragene wahlberechtigte Person,
aa) wenn sie nachweist, dass sie ohne ihr Verschulden die Antragsfrist auf Aufnahme in das Wählerverzeichnis nach § 15 Abs. 3 der Landes- und Kommunalwahlordnung (bis zum 28. August 2026) oder die Antragsfrist auf Berichtigung des Wählerverzeichnisses nach § 16 Absatz 1 der Landes- und Kommunalwahlordnung (bis zum 04. September 2026) versäumt hat,
bb) wenn ihr Wahlrecht im Berichtigungs- oder Beschwerdeverfahren festgestellt worden und die Feststellung erst nach Abschluss des Wählerverzeichnisses zur Kenntnis der Gemeindewahlbehörde gelangt ist.
Wahlscheine können bis Freitag, den 18. September 2026, 12:00 Uhr bei der Gemeindewahlbehörde schriftlich oder mündlich (nicht telefonisch) beantragt werden.
Danach ist die Erteilung von Wahlscheinen nur noch in Ausnahmefällen möglich:
Versichert ein Wahlberechtigter glaubhaft, dass ihm der beantragte Wahlschein nicht zugegangen ist, kann ihm am Sonnabend, den 19. September 2026 in der Zeit von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr, ein neuer Wahlschein erteilt werden.
Am Wahltag bis 15:00 Uhr können noch Wahlscheine beantragt werden,
- wenn Wahlberechtigte aus einem von ihnen nicht zu vertretenden Grund (siehe Nummer 5 b) nicht in das Wählerverzeichnis aufgenommen worden sind, oder
- wenn Wahlberechtigte den Wahlraum wegen nachgewiesener plötzlicher Erkrankung nicht oder nur unter nicht zumutbaren Schwierigkeiten aufsuchen können.
Wer den Antrag für einen anderen stellt, muss durch Vorlage einer schriftlichen Vollmacht nachweisen, dass er dazu berechtigt ist.
Ein Wahlberechtigter mit Behinderungen kann sich bei der Antragstellung der Hilfe einer anderen Person bedienen.
- Mit dem Wahlschein erhält der Wahlberechtigte für die Landtagswahl folgende erforderlichen Unterlagen für die Briefwahl:
- einen amtlichen weißen Stimmzettel des Wahlkreises,
- einen amtlichen weißen Stimmzettelumschlag und
- einen amtlichen hellroten Wahlbriefumschlag mit der Anschrift der Gemeindewahlbehörde, an die der Wahlbrief zurückzusenden ist.
- ein Merkblatt für die Briefwahl
Wenn der Wahlschein mit den Briefwahlunterlagen bei der Wahlbehörde persönlich abgeholt wird, kann gleich an Ort und Stelle gewählt werden.
Die Abholung von Wahlscheinen und Briefwahlunterlagen für einen anderen ist nur möglich, wenn die Berechtigung hierzu durch Vorlage des unterschriebenen Wahlscheinantrages oder einer gesonderten schriftlichen Vollmacht nachgewiesen wird. Auf Verlangen hat sich die bevollmächtigte Person auszuweisen.
Die bevollmächtigte Person darf nicht mehr als vier Wahlberechtigte vertreten. Dieses hat sie der Gemeindebehörde schriftlich zu versichern, bevor sie die Unterlagen erhält.
Bei der Briefwahl muss der Wähler den Wahlbrief mit den Stimmzetteln und dem unterschriebenen Wahlschein der Landtagswahl so rechtzeitig an die auf dem Wahlbrief angegebene Stelle absenden, dass dieser dort spätestens am Wahltag bis 18:00 Uhr eingeht.
Wahlbriefe in den amtlichen weißen Wahlbriefumschlägen, die innerhalb der Bundesrepublik Deutschland bei der Deutschen Post AG aufgegeben werden, müssen vom Wähler nicht freigemacht werden, solange keine besondere Versendungsform gewählt wird.
Wahlbriefe können auch bei der auf dem Wahlbrief angegebenen Stelle abgegeben werden.
Friedland, 09.07.2026
Im Auftrag
gez. Annegret Walter
Gemeindewahlleiterin
PM-Nr.115-26 | 09.07.2026 | BM | Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung
Mit der Zeugnisausgabe endet für 201.600 Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern das Schuljahr 2025/2026. Am Freitag, 10. Juli 2026, starten 164.900 Schülerinnen und Schüler an den allgemein bildenden Schulen sowie 36.700 Schülerinnen und Schüler an den beruflichen Schulen in die Sommerferien. Der Unterricht an den allgemein bildenden Schulen beginnt am Montag, 24. August 2026, wieder. An den beruflichen Schulen ist der erste Schultag im neuen Schuljahr Montag, 31. August 2026.
Bildungsministerin Simone Oldenburg wünscht allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und weiteren Beschäftigten an den Schulen eine erholsame Ferienzeit. „Ein Schuljahr mit einigen Neuerungen, zum Beispiel der Stärkung der Beruflichen Orientierung und der Basiskompetenzen, geht zu Ende und damit eine Zeit, in der Schülerinnen und Schüler viel gelernt, neue Erfahrungen gesammelt und sich persönlich weiterentwickelt haben. Die Sommerferien bieten Gelegenheit, zu entspannen und die Zeit mit der Familie und mit Freunden zu verbringen. Ich wünsche allen Kindern und Jugendlichen schöne Ferien und einen tollen Sommer.“
„Gute Schule lebt vom großen Einsatz vieler Menschen. Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, pädagogische Fachkräfte und alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Schulen leisten Tag für Tag einen unermesslichen Beitrag dafür, dass Kinder und Jugendliche erfolgreich lernen können. Ich danke für die sehr gute Zusammenarbeit“, so Oldenburg weiter.
Zum Ende des Schuljahres liegen vorläufige Ergebnisse der Abschlussprüfungen zur Mittleren Reife und zur Allgemeinen Hochschulreife vor. Die Daten basieren auf einer Hochrechnung von 280 Schulen.
Prüfungsergebnisse – Mittlere Reife
Etwa 5.800 Schülerinnen und Schüler haben die Mittlere-Reife-Prüfung abgelegt. Der vorläufige landesweite Durchschnitt liegt laut erster Hochrechnung bei 2,5 – und bleibt damit unverändert zu den Vorjahren. Über 100 Schülerinnen und Schüler haben das Prädikat „sehr gut – mit Auszeichnung“ erreicht und konnten stolz die Ehrenurkunde von Ministerin Oldenburg entgegennehmen.
Die schriftlichen Prüfungen ergaben in den Hauptfächern folgende Durchschnittsnoten:
- Deutsch: 3,2 (2025: 3,0)
- Mathematik: 3,6 (2025: 3,4)
- Englisch: 2,8 (2025: 3,0)
Prüfungsergebnisse – Allgemeine Hochschulreife
4.700 Schülerinnen und Schüler an Gymnasien, Gesamtschulen, Beruflichen Gymnasien und Abendgymnasien haben in diesem Schuljahr das Abitur bestanden. Der vorläufige landesweite Abiturdurchschnitt liegt nach einer ersten Schnellauswertung bei einem Notendurchschnitt von 2,3. Dieser Wert wurde auch in den Jahren 2025 und 2024 erzielt. 150 Schülerinnen und Schüler haben die Durchschnittsnote 1,0 erreicht.
Die schriftlichen Prüfungen in den Kernfächern ergaben folgende Durchschnittspunktzahlen:
Deutsch:
- Grundkurs: 8,4 Punkte (2025: 8,3)
- Leistungskurs: 9,2 Punkte (2025: 9,2)
Englisch:
- Grundkurs: 8,6 Punkte (2025: 8,6)
- Leistungskurs: 9,8 Punkte (2025: 9,3)
Mathematik:
Daten mit CAS (Computeralgebrasystem) und WTR (wissenschaftlichem Taschenrechner)
- Grundkurs (mit WTR): 5,1 Punkte (2025: 6,7)
- Leistungskurs (mit WTR): 8,0 Punkte (2025: 7,7)
- Grundkurs (mit CAS): 5,3 Punkte (2025: 6,4)
- Leistungskurs (mit CAS): 8,1 Punkte (2025: 9,2)
Bildungsministerin Simone Oldenburg zieht auf Basis der vorläufigen Ergebnisse folgendes Fazit: „Der landesweite Abiturdurchschnitt bleibt stabil und ist mit den Vorjahren identisch. Das verdeutlichen die statistischen Ergebnisse. Auch die Punktzahlen in den Fächern Deutsch und Englisch sind nahezu gleich. In Mathematik gibt es im Leistungskurs mit wissenschaftlichem Taschenrechner eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Im Grundkurs mit WTR verzeichnen wir eine geringere Punktzahl. Sie ist aber immer noch besser als im Basisjahr 2023. Vor drei Jahren waren die Ergebnisse im Mathematikabitur nicht zufriedenstellend. Wir hatten uns mit der Vereinigung der Schulleiter an Gymnasien, dem Philologenverband, dem Landesschülerrat und dem Landeselternrat dazu entschlossen, die Noten im schriftlichen Mathematik-Abitur um einen Punkt anzuheben und den Abiturientinnen und Abiturienten aufgrund der Corona-Pandemie einen Nachteilsausgleich zu gewähren. Unsere Arbeitsgruppe der Mathematiklehrkräfte wird diese Entwicklung weiter evaluieren, mit den Fachlehrkräften besprechen und weitere Schlussfolgerungen für Fortbildungen zur Prüfungsvorbereitung sowie zur Unterrichtsgestaltung ziehen.“
Der Vorsitzende der Schulleitungsvereinigung gymnasialer Schulleiter in Mecklenburg-Vorpommern und Mitglied des beratenden externen Expertengremiums zur Erstellung der Abiturprüfung Mathematik, Heiko Helms, fasste die Ergebnisse wie folgt zusammen: „Die stabilen Ergebnisse im Mathematikabitur sind ein Zeichen für die Verlässlichkeit der schulischen Arbeit. Sie machen zugleich deutlich, dass die Schulen auch unter anspruchsvollen Bedingungen kontinuierlich und verantwortungsvoll arbeiten. Für die weitere Entwicklung bleibt entscheidend, Kompetenzorientierung und Praxisbezug noch konsequenter mit fachlicher Tiefe, klaren Erwartungshorizonten und transparenter Bewertung zu verbinden. Eine sorgfältige Begleitung und regelmäßige Evaluation des Prüfungsdesigns sind dafür der richtige Weg.“
Dr. Torsten Fischer, Lehrer am Gymnasium Fridericianum und Mitglied des beratenden externen Expertengremiums zur Erstellung der Abiturprüfung Mathematik ergänzte: „Die Prüfungsergebnisse unterliegen normalen Schwankungen, deren Ursachen vielfältig sein können. Bei der Konzipierung der Aufgaben wird darauf geachtet, die länderübergreifenden Standards einzuhalten und dabei auch die Rahmenpläne für Mecklenburg-Vorpommern besonders zu berücksichtigen. Beim Vergleich mit den Vorjahresergebnissen ist zu berücksichtigen, dass wir in diesem Jahr einen höheren Anteil von Jugendlichen verzeichnen, die sich für das mündliche Mathematik-Abitur entschieden haben.“
Zeugnissorgentelefon weiterhin erreichbar
Nicht für alle Schülerinnen und Schüler endet das Schuljahr mit der erhofften Freude über das Zeugnis. Manche Noten führen zu Enttäuschungen oder Unsicherheiten. Deshalb bietet das Bildungsministerium auch in diesem Jahr ein landesweites Zeugnissorgentelefon an. Schülerinnen und Schüler sowie Erziehungsberechtigte erhalten dort Unterstützung, Rat und Hilfe.
Das Zeugnissorgentelefon ist bis Freitag, 17. Juli 2026 (montags bis freitags sowie in der Zeugniswoche zusätzlich am Samstag) unter der Rufnummer 0385 588 7987 jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.
„Ein Zeugnis ist wichtig, aber es bestimmt nicht den ganzen weiteren Lebensweg“, sagte die Bildungsministerin. „Entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche Ermutigung erfahren und nach vorne blicken können. Wer Fragen oder Sorgen rund um das Zeugnis hat, findet beim Zeugnissorgentelefon kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Niemand muss mit seinen Sorgen allein bleiben“, so Oldenburg.

