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Aktuelles

Schulanfang: Besondere Vorsicht auf den Schulwegen Innenminister Pegel appelliert, auf Kinder besonders zu achten

PM-Nr.140/2026  | 21.08.2026  | IM  | Ministerium für Inneres und Bau

Mit Beginn der Schule sind wieder viele Kinder auf den Straßen unterwegs. Damit beginnt für sie auch der tägliche Weg zur Schule und nach Hause. Gerade für die ABC-Schützen ist der neue Schulweg eine Herausforderung. Die Landespolizei wird deshalb in den kommenden Wochen verstärkt vor Schulen im gesamten Bundesland präsent sein. Sie appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, besonders aufmerksam zu sein und ihre Geschwindigkeit dem Verkehrsgeschehen anzupassen.

Wie wichtig das ist, zeigen die aktuellen Unfallzahlen. 2025 verunglückten 494 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren im Straßenverkehr. Im Jahr zuvor waren es 415. Auf dem Weg zur Schule oder von der Schule wurden bei 75 Verkehrsunfällen mit Personenschaden Kinder verletzt. 2024 waren es 60 Unfälle. Bei den Schulwegunfällen des vergangenen Jahres wurden zehn Kinder schwer und 82 leicht verletzt. In 44 Fällen waren die Kinder mit dem Fahrrad unterwegs. Das entspricht einem Anteil von 58,7 Prozent. Weitere 21 verunglückte Kinder waren zu Fuß unterwegs.

Innenminister Christian Pegel: „Mit dem Schulanfang verändert sich auch das Verkehrsgeschehen auf unseren Straßen. Kinder sind wieder häufiger zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs und können Situationen im Straßenverkehr noch nicht immer richtig einschätzen. Deshalb kommt es auf die Aufmerksamkeit der Erwachsenen an. Wer an Schulen und auf Schulwegen unterwegs ist, sollte besonders vorausschauend fahren und Kindern die nötige Zeit und den nötigen Raum geben.“

Besondere Aufmerksamkeit ist vor Schulen, an Bushaltestellen und beim Abbiegen erforderlich. Auch Eltern können ihre Kinder unterstützen, indem sie den Schulweg gemeinsam mit ihnen üben und sichere Wege und mögliche Gefahrenstellen besprechen. Der Schulweg soll sicher sein. Dazu kann jeder Verkehrsteilnehmer beitragen.

Informationen aus dem Bauamt

Gemäß Informationen vom Straßenbauamt Neustrelitz wird sich auf Grund von Anpassungs- und Überarbeitungsarbeiten der Baubeginn der Baumaßnahme
„L 282 OD Lübbersdorf, Um- und Ausbau Abs. 60 km 0,037 bis Abs. 70 km 0,619“
verschieben und voraussichtlich nicht vor dem 12.10.2026 beginnen.

BlaulichtTAG: Retten, Helfen, Mitmachen

Am 29. August lädt der Aktionstag regionaler Rettungskräfte Groß und Klein zu einem abwechslungsreichen Blaulichttag auf den Friedländer Marktplatz ein.

Der Tag beginnt mit dem musikalischen „Wecken der Stadt“ durch den Friedländer Fanfarenzug „Friederike Krüger“ e. V. bevor dann der Bürgermeister Frank Nieswandt gemeinsam mit weiteren Ehrengästen offiziell den Aktionstag eröffnet.

Live-Vorführungen zeigen Rettungseinsätze hautnah. Um 11:00 Uhr geht es bei „Brennende Batterien – Mythos oder Realität?“ um die Gefahren von Lithium-Ionen-Batterien und die besonderen Herausforderungen für die Feuerwehr. Um 13:00 Uhr zeigt die Feuerwehr bei „Verkehrsunfall – Rettung eingeklemmter Personen“ den Einsatz moderner Rettungstechnik.

Zum Mitmachen gibt es den ganzen Tag viel zu entdecken: Kinderschminken, Glitzer-Tattoos, Malstraße, Hüpfburgen, Rundfahrten mit Feuerwehrfahrzeugen, das Brandschutzmobil sowie die DRK-Mitmachstation „Teddy hat einen Unfall“, bei der Kinder die mitunter lebensrettende Erste Hilfe spielerisch kennenlernen können.

Für das leibliche Wohl ist mit herzhaften Speisen, Kaffee und Kuchen, Zuckerwatte und Popcorn bestens gesorgt. DJ Detlef begleitet den gesamten Tag mit Musik, Moderation und Informationen.

Kommt zum Familientag, bei dem Retten, Helfen und Mitmachen im Mittelpunkt stehen. Wir freuen uns auf viele kleine und große Besucher.

Das detaillierte Programm ist unter: BlaulichtTAG in Friedland - Amt Friedland zu finden. Änderungen vorbehalten.

5 Tipps: ZDS informiert künftig auch über Social Media

Neue Videoreihe stellt Beratungs- und Unterstützungsangebote für Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler vor

PM-Nr.131-26  | 30.07.2026  | BM  | Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung

Stress vor Prüfungen? Streit in der Klasse? Wie stelle ich einen Antrag auf sonderpädagogischen Förderbedarf? Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte erhalten künftig auch auf Instagram Antworten auf diese und viele weitere Fragen. In kurzen Videos erfahren sie, an wen sie sich bei schulischen, schulpsychologischen oder sonderpädagogischen Fragen wenden können. Schulpsychologinnen und Schulpsychologen des Zentralen Fachbereichs für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) geben „5 Tipps …“ im Reel-Format. Den Anfang macht die Leitstelle.

„Mit der Leitstelle des ZDS haben wir eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die sich in kurzer Zeit zu einem wichtigen Unterstützungssystem entwickelt hat. Die Leitstelle berät schnell, praxisnah und auf kurzem Wege. Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler erhalten rasch, vertraulich und unbürokratisch Hilfe. Die hohe Zahl an Beratungen zeigt, dass das Angebot angenommen wird und den Menschen Orientierung in schwierigen Situationen bietet. Mit der neuen Videoreihe möchten wir noch mehr Menschen erreichen und Hemmschwellen abbauen, Unterstützung frühzeitig in Anspruch zu nehmen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Kontakt zur Leitstelle können Ratsuchende telefonisch (auf Wunsch auch anonym), per E-Mail oder per Direktnachricht auf Instagram aufnehmen. Die Videos erscheinen regelmäßig auf den Social-Media-Kanälen des Bildungsministeriums.

Der Zentrale Fachbereich Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) unterstützt Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen sowie pädagogisches Personal bei psychologischen und diagnostischen Fragestellungen mit schulischem Bezug. Die Leitstelle bietet eine schulpsychologische Erstberatung, vermittelt bei Bedarf an die zuständigen Fachkräfte und informiert über weitere Unterstützungsangebote.

Mehr erfahren: https://www.bildung-mv.de/schule/zentraler-fachbereich-diagnostik-schulpsychologie-zds/leitstelle/

Hinweis an alle Hundehalterinnen und Hundehalter

Beseitigung von Hundekot im öffentlichen Raum

Wer mit seinem Hund unterwegs ist, trägt auch Verantwortung für die Sauberkeit unserer öffentlichen Wege, Grünanlagen und Plätze. Deshalb bitten wir Hundehalter:innen, die Hinterlassenschaften ihres Hundes stets unverzüglich aufzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen.

Das Mitführen von Hundekotbeuteln sollte selbstverständlich sein und hilft dabei, unsere Gemeinde sauber und lebenswert zu halten. Mit wenigen Handgriffen leisten Sie einen wichtigen Beitrag für ein rücksichtsvolles Miteinander und vermeiden unnötige Verunreinigungen.

Bitte beachten Sie, dass das Liegenlassen von Hundekot einen Verstoß gegen die Bestimmungen der Amtsverordnung über das Halten und Führen von Hunden im Gebiet des Amtes Friedland, vom 21.04.2021, darstellt. Ordnungswidrigkeiten können im Einzelfall mit einem Bußgeld geahndet werden.

Wir setzen jedoch in erster Linie auf Einsicht und Verantwortungsbewusstsein. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass sich alle Bürger:innen in unseren Gemeinden wohlfühlen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis.

 

Fachbereich II
Bauen, Ordnung und Standesamt

Waldbrand im Müritz-Nationalpark unter Kontrolle – Nachsorge und Sicherung geht weiter

PM-Nr.228/2026  | 20.07.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

Der Waldbrand im Müritz-Nationalpark ist unter Kontrolle. Nach mehreren Tagen intensiver Brandbekämpfung ist es den Einsatzkräften gelungen, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Eine vollständige Entwarnung kann dennoch noch nicht gegeben werden. Das Brandgebiet wird weiterhin engmaschig überwacht, da sich im munitionsbelasteten Gelände noch Glutnester befinden und sich die Lage bei ausbleibenden Niederschlägen und zunehmendem Wind jederzeit wieder verändern kann.

Insgesamt waren rund 400 Hektar des 32.200 Hektar großen Müritz-Nationalparks vom Brand betroffen. Damit wurden gut ein Prozent der Nationalparkfläche in Mitleidenschaft gezogen.

Außergewöhnlicher Einsatz unter schwierigsten Bedingungen

Zeitweise waren täglich bis zu 400 Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz. Feuerwehren, Katastrophenschutz, Nationalparkverwaltung, Landesforstanstalt, Polizei, THW, Bundeswehr, Bundesforst und zahlreiche weitere Organisationen arbeiteten unter schwierigsten Bedingungen Hand in Hand. Unterstützung kam dabei weit über Mecklenburg-Vorpommern hinaus – bis aus Bayern wurden Einsatzkräfte und Technik entsandt.

Der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, sagte: „Dass der Waldbrand heute unter Kontrolle ist, ist vor allem das Verdienst der vielen Einsatzkräfte, die über Tage hinweg Außergewöhnliches geleistet haben. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank. Gleichzeitig wissen wir: Der Einsatz ist noch nicht beendet. Die Nachsorge wird in den kommenden Wochen noch viel Kraft und Ausdauer erfordern. Das Land wird die erforderlichen Maßnahmen finanziell unterstützen. Dazu gehört auch, den bereits erarbeiteten Sondereinsatzplan zügig umzusetzen. Ein Schwerpunkt wird dabei die Sondierung und Ertüchtigung der Waldwege sein, damit Einsatzkräfte im Ernstfall schneller und sicherer handeln können.“

Landkreis: Dank an Einsatzkräfte und Bevölkerung

Der Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Thomas Müller, würdigte die Leistung aller Beteiligten: „Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, die mit höchstem Engagement und großer Professionalität diesen außergewöhnlichen Einsatz bewältigt haben. Stellvertretend möchte ich die Feuerwehren sowie die Besatzungen der Löschhubschrauber nennen, die unter schwierigsten Bedingungen einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung des Brandes geleistet haben. Ebenso danke ich den Bürgerinnen und Bürgern der betroffenen Gemeinden für ihr Verständnis, ihre Geduld und ihre Unterstützung.“

Zur Brandursache erklärte Müller: „Zur Ursache des Brandes können wir derzeit keine Aussagen treffen. Die Polizei ermittelt. Fest steht lediglich, dass das Feuer an mehreren Stellen im Gebiet entstanden ist. Das ist auffällig und wird im Rahmen der laufenden Ermittlungen sorgfältig geprüft. Spekulationen verbieten sich zum jetzigen Zeitpunkt.“

Sicherungsmaßnahmen laufen weiter

Die Nachlöscharbeiten und die Sicherung des Brandgebietes werden noch längere Zeit andauern. Die Drohnenüberwachung zeigt weiterhin einzelne Wärmequellen mit Temperaturen von bis zu 160 Grad Celsius. Deshalb bleiben die eingerichteten Verteidigungslinien bestehen. Kreisregner werden weiterhin eingesetzt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Die bislang geliehene Spezialtechnik wird schrittweise durch landeseigene Technik ersetzt. Gleichzeitig werden auswärtige Einsatzkräfte nach und nach aus dem Einsatz herausgelöst.

Die Niederschläge der vergangenen Tage haben die Löscharbeiten erheblich unterstützt. Auf Teilen der Brandfläche fielen bis zu 8,5 Liter Regen pro Quadratmeter, im Bereich Granzin zwischen 1,5 und 3 Litern. Mit nachlassenden Niederschlägen und zunehmendem Wind bleibt jedoch Vorsicht geboten.

Auch die Notunterkunft in Peckatel wird inzwischen zurückgebaut. Das eigentliche Brandgebiet bleibt aufgrund der Munitionsbelastung weiterhin gesperrt. Nach Einschätzung des Munitionsbergungsdienstes kann die Fläche von den Einsatzkräften frühestens in etwa zwei Wochen wieder betreten werden.

Konsequenzen aus dem Einsatz

Die Erfahrungen der vergangenen Tage sollen nun zügig in konkrete Maßnahmen münden. Der bereits erarbeitete Sondereinsatzplan für den Müritz-Nationalpark wird schrittweise umgesetzt. Als erste Maßnahmen sollen das Wegenetz ertüchtigt und zusätzliche Löschwasserentnahmestellen geschaffen werden. Voraussetzung dafür sind umfangreiche Kampfmittelsondierungen, da zahlreiche Wege zunächst auf Munition untersucht und gesichert werden müssen. Die während des Einsatzes bewährten Löschboxen bleiben teilweise dauerhaft in der Region: Eine Löschbox wird künftig im Müritz-Nationalpark stationiert, eine weitere als Reserve am Standort Neustrelitz vorgehalten.

Nationalpark: Die Natur wird sich erholen

Der Leiter des Müritz-Nationalparks, Ulf Zimmermann, blickt trotz der Schäden zuversichtlich nach vorn: „Mein Dank gilt den Menschen in der Region, die den Einsatz mit großer Geduld und Verständnis begleitet haben. Für den Nationalpark war dieser Brand ein einschneidendes Ereignis. Gleichzeitig wissen wir aus Erfahrung, dass unsere Natur über eine enorme Regenerationskraft verfügt. Viele grüne Inseln sind erhalten geblieben. Von dort aus werden sich Pflanzen und Tiere die betroffenen Flächen Schritt für Schritt zurückerobern. Diesen Prozess werden wir ökologisch bewerten.“

Bürgermeister dankt Feuerwehr und Bevölkerung

Der Bürgermeister der Gemeinde Kratzeburg Dr. Guntram Wagner sagte: „Ich danke allen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden sowie den vielen Helferinnen und Helfern, die Tag und Nacht für den Schutz unserer Gemeinden im Einsatz waren. Mein Dank gilt ebenso den Bürgerinnen und Bürgern, die die notwendigen Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen mit großer Besonnenheit mitgetragen haben. Dieser Zusammenhalt hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir diese schwierige Lage gemeinsam bewältigen konnten.“

Investitionen bewähren sich – Bund bei Munitionsberäumung gefordert

Der Minister verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit dem Innenministerium in den vergangenen Jahren rund 111 Millionen Euro in den Waldbrand- und Katastrophenschutz investiert hat. Dazu gehören unter anderem die Waldbrandzentrale Mirow mit 24 Kamerastandorten, die rund 332.000 Hektar Wald überwacht, moderne Spezialtechnik für Einsätze auf munitionsbelasteten Flächen, neue Löschwasserentnahmestellen sowie 310 neue Feuerwehrfahrzeuge.

Gleichzeitig erneuerte Backhaus seine Forderung an den Bund, die Beräumung munitionsbelasteter Flächen deutlich zu beschleunigen. In Mecklenburg-Vorpommern gelten rund 60.000 Hektar Wald als munitionsbelastet, davon 28.400 Hektar in der höchsten Gefährdungskategorie. Rund 10.000 Hektar dieser Flächen liegen auf ehemaligen Bundesliegenschaften. Im Jahr 2024 konnten jedoch lediglich 143 Hektar von Munition beräumt werden.  „Dieser Einsatz hat eindrucksvoll gezeigt, wozu unsere Einsatzkräfte fähig sind, wenn alle Ebenen eng zusammenarbeiten. Er hat aber auch deutlich gemacht, wo wir besser werden müssen. Genau daran werden wir jetzt arbeiten – mit der konsequenten Umsetzung des Sondereinsatzplans, weiteren Investitionen in den Waldbrand- und Katastrophenschutz und einer klaren Erwartung an den Bund, seiner Verantwortung bei der Munitionsberäumung gerecht zu werden. So machen wir den Müritz-Nationalpark und unser Land widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen der Zukunft.“

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