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Aktuelles

5 Tipps: ZDS informiert künftig auch über Social Media

Neue Videoreihe stellt Beratungs- und Unterstützungsangebote für Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler vor

PM-Nr.131-26  | 30.07.2026  | BM  | Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung

Stress vor Prüfungen? Streit in der Klasse? Wie stelle ich einen Antrag auf sonderpädagogischen Förderbedarf? Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte erhalten künftig auch auf Instagram Antworten auf diese und viele weitere Fragen. In kurzen Videos erfahren sie, an wen sie sich bei schulischen, schulpsychologischen oder sonderpädagogischen Fragen wenden können. Schulpsychologinnen und Schulpsychologen des Zentralen Fachbereichs für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) geben „5 Tipps …“ im Reel-Format. Den Anfang macht die Leitstelle.

„Mit der Leitstelle des ZDS haben wir eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die sich in kurzer Zeit zu einem wichtigen Unterstützungssystem entwickelt hat. Die Leitstelle berät schnell, praxisnah und auf kurzem Wege. Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler erhalten rasch, vertraulich und unbürokratisch Hilfe. Die hohe Zahl an Beratungen zeigt, dass das Angebot angenommen wird und den Menschen Orientierung in schwierigen Situationen bietet. Mit der neuen Videoreihe möchten wir noch mehr Menschen erreichen und Hemmschwellen abbauen, Unterstützung frühzeitig in Anspruch zu nehmen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Kontakt zur Leitstelle können Ratsuchende telefonisch (auf Wunsch auch anonym), per E-Mail oder per Direktnachricht auf Instagram aufnehmen. Die Videos erscheinen regelmäßig auf den Social-Media-Kanälen des Bildungsministeriums.

Der Zentrale Fachbereich Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) unterstützt Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen sowie pädagogisches Personal bei psychologischen und diagnostischen Fragestellungen mit schulischem Bezug. Die Leitstelle bietet eine schulpsychologische Erstberatung, vermittelt bei Bedarf an die zuständigen Fachkräfte und informiert über weitere Unterstützungsangebote.

Mehr erfahren: https://www.bildung-mv.de/schule/zentraler-fachbereich-diagnostik-schulpsychologie-zds/leitstelle/

Hinweis an alle Hundehalterinnen und Hundehalter

Beseitigung von Hundekot im öffentlichen Raum

Wer mit seinem Hund unterwegs ist, trägt auch Verantwortung für die Sauberkeit unserer öffentlichen Wege, Grünanlagen und Plätze. Deshalb bitten wir Hundehalter:innen, die Hinterlassenschaften ihres Hundes stets unverzüglich aufzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen.

Das Mitführen von Hundekotbeuteln sollte selbstverständlich sein und hilft dabei, unsere Gemeinde sauber und lebenswert zu halten. Mit wenigen Handgriffen leisten Sie einen wichtigen Beitrag für ein rücksichtsvolles Miteinander und vermeiden unnötige Verunreinigungen.

Bitte beachten Sie, dass das Liegenlassen von Hundekot einen Verstoß gegen die Bestimmungen der Amtsverordnung über das Halten und Führen von Hunden im Gebiet des Amtes Friedland, vom 21.04.2021, darstellt. Ordnungswidrigkeiten können im Einzelfall mit einem Bußgeld geahndet werden.

Wir setzen jedoch in erster Linie auf Einsicht und Verantwortungsbewusstsein. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass sich alle Bürger:innen in unseren Gemeinden wohlfühlen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis.

 

Fachbereich II
Bauen, Ordnung und Standesamt

Waldbrand im Müritz-Nationalpark unter Kontrolle – Nachsorge und Sicherung geht weiter

PM-Nr.228/2026  | 20.07.2026  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

Der Waldbrand im Müritz-Nationalpark ist unter Kontrolle. Nach mehreren Tagen intensiver Brandbekämpfung ist es den Einsatzkräften gelungen, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Eine vollständige Entwarnung kann dennoch noch nicht gegeben werden. Das Brandgebiet wird weiterhin engmaschig überwacht, da sich im munitionsbelasteten Gelände noch Glutnester befinden und sich die Lage bei ausbleibenden Niederschlägen und zunehmendem Wind jederzeit wieder verändern kann.

Insgesamt waren rund 400 Hektar des 32.200 Hektar großen Müritz-Nationalparks vom Brand betroffen. Damit wurden gut ein Prozent der Nationalparkfläche in Mitleidenschaft gezogen.

Außergewöhnlicher Einsatz unter schwierigsten Bedingungen

Zeitweise waren täglich bis zu 400 Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz. Feuerwehren, Katastrophenschutz, Nationalparkverwaltung, Landesforstanstalt, Polizei, THW, Bundeswehr, Bundesforst und zahlreiche weitere Organisationen arbeiteten unter schwierigsten Bedingungen Hand in Hand. Unterstützung kam dabei weit über Mecklenburg-Vorpommern hinaus – bis aus Bayern wurden Einsatzkräfte und Technik entsandt.

Der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, sagte: „Dass der Waldbrand heute unter Kontrolle ist, ist vor allem das Verdienst der vielen Einsatzkräfte, die über Tage hinweg Außergewöhnliches geleistet haben. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank. Gleichzeitig wissen wir: Der Einsatz ist noch nicht beendet. Die Nachsorge wird in den kommenden Wochen noch viel Kraft und Ausdauer erfordern. Das Land wird die erforderlichen Maßnahmen finanziell unterstützen. Dazu gehört auch, den bereits erarbeiteten Sondereinsatzplan zügig umzusetzen. Ein Schwerpunkt wird dabei die Sondierung und Ertüchtigung der Waldwege sein, damit Einsatzkräfte im Ernstfall schneller und sicherer handeln können.“

Landkreis: Dank an Einsatzkräfte und Bevölkerung

Der Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Thomas Müller, würdigte die Leistung aller Beteiligten: „Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, die mit höchstem Engagement und großer Professionalität diesen außergewöhnlichen Einsatz bewältigt haben. Stellvertretend möchte ich die Feuerwehren sowie die Besatzungen der Löschhubschrauber nennen, die unter schwierigsten Bedingungen einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung des Brandes geleistet haben. Ebenso danke ich den Bürgerinnen und Bürgern der betroffenen Gemeinden für ihr Verständnis, ihre Geduld und ihre Unterstützung.“

Zur Brandursache erklärte Müller: „Zur Ursache des Brandes können wir derzeit keine Aussagen treffen. Die Polizei ermittelt. Fest steht lediglich, dass das Feuer an mehreren Stellen im Gebiet entstanden ist. Das ist auffällig und wird im Rahmen der laufenden Ermittlungen sorgfältig geprüft. Spekulationen verbieten sich zum jetzigen Zeitpunkt.“

Sicherungsmaßnahmen laufen weiter

Die Nachlöscharbeiten und die Sicherung des Brandgebietes werden noch längere Zeit andauern. Die Drohnenüberwachung zeigt weiterhin einzelne Wärmequellen mit Temperaturen von bis zu 160 Grad Celsius. Deshalb bleiben die eingerichteten Verteidigungslinien bestehen. Kreisregner werden weiterhin eingesetzt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Die bislang geliehene Spezialtechnik wird schrittweise durch landeseigene Technik ersetzt. Gleichzeitig werden auswärtige Einsatzkräfte nach und nach aus dem Einsatz herausgelöst.

Die Niederschläge der vergangenen Tage haben die Löscharbeiten erheblich unterstützt. Auf Teilen der Brandfläche fielen bis zu 8,5 Liter Regen pro Quadratmeter, im Bereich Granzin zwischen 1,5 und 3 Litern. Mit nachlassenden Niederschlägen und zunehmendem Wind bleibt jedoch Vorsicht geboten.

Auch die Notunterkunft in Peckatel wird inzwischen zurückgebaut. Das eigentliche Brandgebiet bleibt aufgrund der Munitionsbelastung weiterhin gesperrt. Nach Einschätzung des Munitionsbergungsdienstes kann die Fläche von den Einsatzkräften frühestens in etwa zwei Wochen wieder betreten werden.

Konsequenzen aus dem Einsatz

Die Erfahrungen der vergangenen Tage sollen nun zügig in konkrete Maßnahmen münden. Der bereits erarbeitete Sondereinsatzplan für den Müritz-Nationalpark wird schrittweise umgesetzt. Als erste Maßnahmen sollen das Wegenetz ertüchtigt und zusätzliche Löschwasserentnahmestellen geschaffen werden. Voraussetzung dafür sind umfangreiche Kampfmittelsondierungen, da zahlreiche Wege zunächst auf Munition untersucht und gesichert werden müssen. Die während des Einsatzes bewährten Löschboxen bleiben teilweise dauerhaft in der Region: Eine Löschbox wird künftig im Müritz-Nationalpark stationiert, eine weitere als Reserve am Standort Neustrelitz vorgehalten.

Nationalpark: Die Natur wird sich erholen

Der Leiter des Müritz-Nationalparks, Ulf Zimmermann, blickt trotz der Schäden zuversichtlich nach vorn: „Mein Dank gilt den Menschen in der Region, die den Einsatz mit großer Geduld und Verständnis begleitet haben. Für den Nationalpark war dieser Brand ein einschneidendes Ereignis. Gleichzeitig wissen wir aus Erfahrung, dass unsere Natur über eine enorme Regenerationskraft verfügt. Viele grüne Inseln sind erhalten geblieben. Von dort aus werden sich Pflanzen und Tiere die betroffenen Flächen Schritt für Schritt zurückerobern. Diesen Prozess werden wir ökologisch bewerten.

Bürgermeister dankt Feuerwehr und Bevölkerung

Der Bürgermeister der Gemeinde Kratzeburg Dr. Guntram Wagner sagte: „Ich danke allen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden sowie den vielen Helferinnen und Helfern, die Tag und Nacht für den Schutz unserer Gemeinden im Einsatz waren. Mein Dank gilt ebenso den Bürgerinnen und Bürgern, die die notwendigen Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen mit großer Besonnenheit mitgetragen haben. Dieser Zusammenhalt hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir diese schwierige Lage gemeinsam bewältigen konnten.“

Investitionen bewähren sich – Bund bei Munitionsberäumung gefordert

Der Minister verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit dem Innenministerium in den vergangenen Jahren rund 111 Millionen Euro in den Waldbrand- und Katastrophenschutz investiert hat. Dazu gehören unter anderem die Waldbrandzentrale Mirow mit 24 Kamerastandorten, die rund 332.000 Hektar Wald überwacht, moderne Spezialtechnik für Einsätze auf munitionsbelasteten Flächen, neue Löschwasserentnahmestellen sowie 310 neue Feuerwehrfahrzeuge.

Gleichzeitig erneuerte Backhaus seine Forderung an den Bund, die Beräumung munitionsbelasteter Flächen deutlich zu beschleunigen. In Mecklenburg-Vorpommern gelten rund 60.000 Hektar Wald als munitionsbelastet, davon 28.400 Hektar in der höchsten Gefährdungskategorie. Rund 10.000 Hektar dieser Flächen liegen auf ehemaligen Bundesliegenschaften. Im Jahr 2024 konnten jedoch lediglich 143 Hektar von Munition beräumt werden.  „Dieser Einsatz hat eindrucksvoll gezeigt, wozu unsere Einsatzkräfte fähig sind, wenn alle Ebenen eng zusammenarbeiten. Er hat aber auch deutlich gemacht, wo wir besser werden müssen. Genau daran werden wir jetzt arbeiten – mit der konsequenten Umsetzung des Sondereinsatzplans, weiteren Investitionen in den Waldbrand- und Katastrophenschutz und einer klaren Erwartung an den Bund, seiner Verantwortung bei der Munitionsberäumung gerecht zu werden. So machen wir den Müritz-Nationalpark und unser Land widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen der Zukunft.“

Startchancen-Programm: gezielte Unterstützung für Schulen

Zwei Jahre nach Start: Schulen nutzen zusätzliche Möglichkeiten für mehr Bildungschancen

PM-Nr.119-26  | 14.07.2026  | BM  | Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung

Mit dem Startchancen-Programm stärkt Mecklenburg-Vorpommern 72 Schulen, die unter besonders herausfordernden Bedingungen arbeiten. Zwei Jahre nach dem Programmstart zieht Bildungsministerin Simone Oldenburg eine erste Bilanz. „Noch immer hängt in Deutschland der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen stark vom sozialen Umfeld ab. Mit dem Startchancen-Programm investieren Bund und Länder gemeinsam in mehr Bildungsgerechtigkeit. Das Programm ist weit mehr als ein Förderprogramm. Es eröffnet Schulen die Möglichkeit, ihre besonderen Aufgaben in den Blick zu nehmen und Lösungen für ihre Schülerinnen und Schüler zu entwickeln“, sagte die Ministerin.

Seit dem Start hat Mecklenburg-Vorpommern die Umsetzung des Programms gemeinsam mit Schulen, Schulträgern und weiteren Partnern aufgebaut. Zielvereinbarungen, Beratungs- und Begleitangebote sowie landesweite Netzwerke schaffen die Grundlage dafür, dass Schulen die zusätzlichen Möglichkeiten passgenau für ihre Schülerinnen und Schüler nutzen können. Die Erfahrungen aus der ersten Umsetzungsphase fließen bereits in die weitere Entwicklung des Programms ein.

Auf dieser Grundlage entscheiden die Schulen selbst, welche Schwerpunkte sie setzen. Sie kennen die lokalen Gegebenheiten am besten und entwickeln daraus maßgeschneiderte Angebote für ihre Schülerinnen und Schüler. So entstehen neue Förderangebote, moderne Lernorte, zusätzliche Unterstützung durch multiprofessionelle Teams und Projekte, die Bildungsübergänge begleiten – von der Kita in die Grundschule bis zum Übergang in Ausbildung und Beruf. „Mit dem Startchancen-Programm stärken wir die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in Deutsch und Mathematik sowie im sozial-emotionalen Bereich. Die Schulen zeigen dabei, wie vielfältig eine gute Förderung aussehen kann“, sagte Simone Oldenburg.

Wie unterschiedlich die Schulen das Startchancenprogramm mit Leben füllen, zeigen zwei Beispiele aus Mecklenburg-Vorpommern:

Grundschule Ost „Hans Christian Andersen“ Europaschule, Neubrandenburg: Leseförderung gezielt stärken

Die Grundschule Ost setzt einen Schwerpunkt auf die Stärkung der Lesekompetenz. Dafür werden verschiedene Angebote miteinander verbunden:

  • Lesepatinnen und Lesepaten sowie studentische Fachkräfte unterstützen Schülerinnen und Schüler bei individuellen Förderangeboten.
  • Die Lernverlaufsdiagnostik „Quop“ wird eingesetzt, um die Entwicklung der Lesekompetenz sichtbar zu machen und Fördermaßnahmen gezielt anzupassen. Lehrkräfte werden für die Nutzung von „Quop“ fortgebildet.
  • Die Lern-App „Lernmax“ unterstützt eine stärkere Differenzierung im Unterricht.
  • Die Schulbibliothek wird mit neuen, kindgerechten und interessenorientierten Büchern weiterentwickelt und unter anderem als Lernort für die Leseförderung genutzt.
  • Mit „Lernen durch Engagement“ und „Ein Quadratkilometer Bildung“ werden Bildungsübergänge begleitet und Kooperationen im Sozialraum gestärkt.

Regionale Schule mit Grundschule „bernsteinSchule“, Ribnitz-Damgarten: Schul- und Unterrichtsentwicklung gezielt weiterentwickeln

Die „bernsteinSchule“ nutzt das Startchancen-Programm, um ihre Schul- und Unterrichtskultur weiter zu entwickeln und die basalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken:

  • Die Schule entwickelt ihr Qualitätsmanagement weiter und baut eine datenbasierte Schulentwicklung auf.
  • Eine Lernverlaufsdiagnostik hilft dabei, Lernstände frühzeitig zu erkennen und Förderangebote gezielter auszurichten.
  • Eine externe Schulentwicklungsbegleitung unterstützt den Entwicklungsprozess.
  • Unterrichtsbegleitungen, Hospitationen und Praxisaustausch fördern die gemeinsame Weiterentwicklung des Kollegiums.
  • Investitionen in die Lernumgebung werden aus den pädagogischen Zielen und den konkreten Anforderungen der Schule abgeleitet.

Die Erfahrungen aus den Schulen werden landesweit gesammelt, ausgewertet und weiterentwickelt. Zu diesem Zweck wurden sechs thematische Netzwerke zu den Bereichen Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik, überfachliches Lernen, datengestützte Qualitätsentwicklung, berufliche Orientierung und multiprofessionelle Zusammenarbeit aufgebaut.  Ziel ist es, erfolgreiche Ansätze sichtbar zu machen und voneinander zu lernen. „Die Umsetzung des Programms lebt vom Austausch und der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Gute Ideen sollen nicht an einzelnen Schulen bleiben, sondern möglichst vielen Schülerinnen und Schülern zugutekommen“, sagte Oldenburg.

Die Auswahl der 72 Startchancen-Schulen erfolgte auf Grundlage wissenschaftlicher Kriterien, die Bund und Länder gemeinsam vereinbart haben. Berücksichtigt wurden unter anderem der Anteil von Schülerinnen und Schülern aus einkommensarmen Familien, mit Migrationshintergrund sowie weitere Indikatoren für besondere pädagogische Herausforderungen. Die teilnehmenden Schulen besuchen rund zwölf Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern.

Das Startchancen-Programm läuft über zehn Jahre. Ziel ist es, Bildungschancen zu verbessern, Basiskompetenzen zu stärken und Schulen nachhaltig in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Zeugnisausgabe und Start in die Sommerferien

PM-Nr.115-26  | 09.07.2026  | BM  | Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung

Mit der Zeugnisausgabe endet für 201.600 Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern das Schuljahr 2025/2026. Am Freitag, 10. Juli 2026, starten 164.900 Schülerinnen und Schüler an den allgemein bildenden Schulen sowie 36.700 Schülerinnen und Schüler an den beruflichen Schulen in die Sommerferien. Der Unterricht an den allgemein bildenden Schulen beginnt am Montag, 24. August 2026, wieder. An den beruflichen Schulen ist der erste Schultag im neuen Schuljahr Montag, 31. August 2026. 

Bildungsministerin Simone Oldenburg wünscht allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und weiteren Beschäftigten an den Schulen eine erholsame Ferienzeit. „Ein Schuljahr mit einigen Neuerungen, zum Beispiel der Stärkung der Beruflichen Orientierung und der Basiskompetenzen, geht zu Ende und damit eine Zeit, in der Schülerinnen und Schüler viel gelernt, neue Erfahrungen gesammelt und sich persönlich weiterentwickelt haben. Die Sommerferien bieten Gelegenheit, zu entspannen und die Zeit mit der Familie und mit Freunden zu verbringen. Ich wünsche allen Kindern und Jugendlichen schöne Ferien und einen tollen Sommer.“ 

„Gute Schule lebt vom großen Einsatz vieler Menschen. Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, pädagogische Fachkräfte und alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Schulen leisten Tag für Tag einen unermesslichen Beitrag dafür, dass Kinder und Jugendliche erfolgreich lernen können. Ich danke für die sehr gute Zusammenarbeit“, so Oldenburg weiter. 

Zum Ende des Schuljahres liegen vorläufige Ergebnisse der Abschlussprüfungen zur Mittleren Reife und zur Allgemeinen Hochschulreife vor. Die Daten basieren auf einer Hochrechnung von 280 Schulen. 

Prüfungsergebnisse – Mittlere Reife

Etwa 5.800 Schülerinnen und Schüler haben die Mittlere-Reife-Prüfung abgelegt. Der vorläufige landesweite Durchschnitt liegt laut erster Hochrechnung bei 2,5 – und bleibt damit unverändert zu den Vorjahren. Über 100 Schülerinnen und Schüler haben das Prädikat „sehr gut – mit Auszeichnung“ erreicht und konnten stolz die Ehrenurkunde von Ministerin Oldenburg entgegennehmen.

Die schriftlichen Prüfungen ergaben in den Hauptfächern folgende Durchschnittsnoten:  

  • Deutsch: 3,2 (2025: 3,0)
  • Mathematik: 3,6 (2025: 3,4)
  • Englisch: 2,8 (2025: 3,0) 

Prüfungsergebnisse – Allgemeine Hochschulreife

4.700 Schülerinnen und Schüler an Gymnasien, Gesamtschulen, Beruflichen Gymnasien und Abendgymnasien haben in diesem Schuljahr das Abitur bestanden. Der vorläufige landesweite Abiturdurchschnitt liegt nach einer ersten Schnellauswertung bei einem Notendurchschnitt von 2,3. Dieser Wert wurde auch in den Jahren 2025 und 2024 erzielt. 150 Schülerinnen und Schüler haben die Durchschnittsnote 1,0 erreicht.  

Die schriftlichen Prüfungen in den Kernfächern ergaben folgende Durchschnittspunktzahlen:  

Deutsch:

  • Grundkurs: 8,4 Punkte (2025: 8,3)
  • Leistungskurs: 9,2 Punkte (2025: 9,2)

Englisch:

  • Grundkurs: 8,6 Punkte (2025: 8,6)
  • Leistungskurs: 9,8 Punkte (2025: 9,3)

Mathematik:

Daten mit CAS (Computeralgebrasystem) und WTR (wissenschaftlichem Taschenrechner)

  • Grundkurs (mit WTR): 5,1 Punkte (2025: 6,7)
  • Leistungskurs (mit WTR): 8,0 Punkte (2025: 7,7)
  • Grundkurs (mit CAS): 5,3 Punkte (2025: 6,4)
  • Leistungskurs (mit CAS): 8,1 Punkte (2025: 9,2) 

Bildungsministerin Simone Oldenburg zieht auf Basis der vorläufigen Ergebnisse folgendes Fazit: „Der landesweite Abiturdurchschnitt bleibt stabil und ist mit den Vorjahren identisch. Das verdeutlichen die statistischen Ergebnisse. Auch die Punktzahlen in den Fächern Deutsch und Englisch sind nahezu gleich. In Mathematik gibt es im Leistungskurs mit wissenschaftlichem Taschenrechner eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Im Grundkurs mit WTR verzeichnen wir eine geringere Punktzahl. Sie ist aber immer noch besser als im Basisjahr 2023. Vor drei Jahren waren die Ergebnisse im Mathematikabitur nicht zufriedenstellend. Wir hatten uns mit der Vereinigung der Schulleiter an Gymnasien, dem Philologenverband, dem Landesschülerrat und dem Landeselternrat dazu entschlossen, die Noten im schriftlichen Mathematik-Abitur um einen Punkt anzuheben und den Abiturientinnen und Abiturienten aufgrund der Corona-Pandemie einen Nachteilsausgleich zu gewähren. Unsere Arbeitsgruppe der Mathematiklehrkräfte wird diese Entwicklung weiter evaluieren, mit den Fachlehrkräften besprechen und weitere Schlussfolgerungen für Fortbildungen zur Prüfungsvorbereitung sowie zur Unterrichtsgestaltung ziehen.“ 

Der Vorsitzende der Schulleitungsvereinigung gymnasialer Schulleiter in Mecklenburg-Vorpommern und Mitglied des beratenden externen Expertengremiums zur Erstellung der Abiturprüfung Mathematik, Heiko Helms, fasste die Ergebnisse wie folgt zusammen: „Die stabilen Ergebnisse im Mathematikabitur sind ein Zeichen für die Verlässlichkeit der schulischen Arbeit. Sie machen zugleich deutlich, dass die Schulen auch unter anspruchsvollen Bedingungen kontinuierlich und verantwortungsvoll arbeiten. Für die weitere Entwicklung bleibt entscheidend, Kompetenzorientierung und Praxisbezug noch konsequenter mit fachlicher Tiefe, klaren Erwartungshorizonten und transparenter Bewertung zu verbinden. Eine sorgfältige Begleitung und regelmäßige Evaluation des Prüfungsdesigns sind dafür der richtige Weg.“ 

Dr. Torsten Fischer, Lehrer am Gymnasium Fridericianum und Mitglied des beratenden externen Expertengremiums zur Erstellung der Abiturprüfung Mathematik ergänzte: „Die Prüfungsergebnisse unterliegen normalen Schwankungen, deren Ursachen vielfältig sein können. Bei der Konzipierung der Aufgaben wird darauf geachtet, die länderübergreifenden Standards einzuhalten und dabei auch die Rahmenpläne für Mecklenburg-Vorpommern besonders zu berücksichtigen. Beim Vergleich mit den Vorjahresergebnissen ist zu berücksichtigen, dass wir in diesem Jahr einen höheren Anteil von Jugendlichen verzeichnen, die sich für das mündliche Mathematik-Abitur entschieden haben.“ 

Zeugnissorgentelefon weiterhin erreichbar

Nicht für alle Schülerinnen und Schüler endet das Schuljahr mit der erhofften Freude über das Zeugnis. Manche Noten führen zu Enttäuschungen oder Unsicherheiten. Deshalb bietet das Bildungsministerium auch in diesem Jahr ein landesweites Zeugnissorgentelefon an. Schülerinnen und Schüler sowie Erziehungsberechtigte erhalten dort Unterstützung, Rat und Hilfe. 

Das Zeugnissorgentelefon ist bis Freitag, 17. Juli 2026 (montags bis freitags sowie in der Zeugniswoche zusätzlich am Samstag) unter der Rufnummer 0385 588 7987 jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr erreichbar. 

„Ein Zeugnis ist wichtig, aber es bestimmt nicht den ganzen weiteren Lebensweg“, sagte die Bildungsministerin. „Entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche Ermutigung erfahren und nach vorne blicken können. Wer Fragen oder Sorgen rund um das Zeugnis hat, findet beim Zeugnissorgentelefon kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Niemand muss mit seinen Sorgen allein bleiben“, so Oldenburg.

Sonderfahrten der Hafenbahn am 11. Juli 2026 abgesagt

Mit großem Bedauern muss die FLB Friedländer Bahn GmbH mitteilen, dass die geplanten Sonderfahrten mit dem historischen Triebwagen zum Bahnhofsfest am 11. Juli 2026 nicht stattfinden können.
Die Strecke musste kurzfristig gesperrt werden. Jeglicher Bahnverkehr ist derzeit unzulässig und ausgeschlossen.Wir wissen, dass sich zahlreiche Eisenbahnfreundinnen und Eisenbahnfreunde, Familien und Gäste auf dieses besondere Erlebnis gefreut und ihre Teilnahme angekündigt haben. Wir danken für das große Interesse und bitten ausdrücklich um Verständnis und Geduld.Ausdrücklich möchten wir betonen, dass die Hafenbahn Neustrelitz e.V. keinerlei Verantwortung für den eingetretenen Zustand trägt. Sie hatte die Fahrten mit großem Engagement vorbereitet und stand für die Durchführung bereit.

Peer-Uwe Krimpenfort
Prokurist FLB -Friedländer Bahn- GmbH

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