Aktuelles
Weltgrößte Fahrradkampagne lädt ein, für mehr Radförderung und Klimaschutz in die Pedale zu treten
Itzehoe, 2. Mai 2026. Mit einer Auftaktveranstaltung in Itzehoe im Kreis Steinburg ist gestern die internationale Klima-Bündnis-Kampagne Stadtradeln offiziell gestartet. Den Startschuss gaben Joschka Knuth, Staatssekretär im Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein, Kreispräsident Peter Labendowicz, Nicole Ingwersen-Britt, Bürgermeisterin der Gemeinde Krummendiek sowie André Muno, Geschäftsführer von Klima-Bündnis Services. Im Anschluss sammelten die Teilnehmenden bei der Fahrradparade Störradeln die ersten Kilometer.
Bis Ende September sind Kommunen weltweit eingeladen, sich am Stadtradeln zu beteiligen. Bürger*innen und Kommunalpolitiker*innen legen dabei an 21 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurück. Die Kampagne wirbt für Radförderung, Klimaschutz und mehr Lebensqualität vor Ort.
Staatssekretär Joschka Knuth betonte zum Auftakt die Vorteile des Radfahrens: „Radfahren schützt das Klima und die Umwelt und verbessert spürbar die Lebensqualität von uns allen. Mehr saubere Luft, weniger Lärm und mehr Bewegung sind nur einige der vielen Vorteile des Radfahrens, von denen wir alle profitieren. Gerade auf Alltagswegen von unter fünf Kilometern kann das Fahrrad in Sachen Schnelligkeit und Flexibilität locker mit dem Auto mithalten. Um den Radverkehr in Schleswig-Holstein weiter zu stärken, unterstützen wir unsere Kommunen auch in diesem Jahr finanziell bei der Teilnahme am Stadtradeln.“
Kreispräsident Peter Labendowicz freute sich, dass der Kreis Steinburg im Jubiläumsjahr seiner Teilnahme Gastgeber der Kampagneneröffnung ist. „Wir starten heute zur zehnten Ausgabe der Fahrradkampagne hier im Kreis Steinburg. Jahr für Jahr hat die Aktion einen festen Platz in unserem Terminkalender. Das Stadtradeln motiviert mit Spaß und positivem Wettbewerb zum Umstieg aufs Rad. So können die Bürger*innen die Vorteile des Radfahrens im Alltag direkt erleben – und bestenfalls dauerhaft dabeibleiben.“
Auch Nicole Ingwersen-Britt, Bürgermeisterin der Gemeinde Krummendiek, eröffnete das diesjährige Stadtradeln mit. Krummendiek lag im vergangenen Jahr bei den Kilometern pro Einwohner*in an der Spitze aller teilnehmenden Kommunen. „Diesen hohen Durchschnitt haben wir natürlich auch erreicht, weil Krummendiek mit seinen 87 Einwohner*innen eine sehr kleine Gemeinde ist. Aber bei uns wird tatsächlich viel Fahrrad gefahren. In die größeren Nachbarkommunen ist es nicht weit, und das Fahrrad ist hier Verkehrsmittel der Wahl. In diesem Jahr wollen wir unsere Spitzenposition verteidigen“, sagte Ingwersen-Britt.
Für André Muno, Geschäftsführer von Klima-Bündnis Services, ist klar: Damit Menschen dauerhaft aufs Rad steigen, braucht es neben Freude an der Bewegung und spielerischem Wettbewerb vor allem eine gut ausgebaute und intakte Radinfrastruktur. Hier unterstützt das Stadtradeln Kommunen mit Daten aus der kampagneneigenen App. Die vollständig anonymisierten Streckenaufzeichnungen der Teilnehmenden werden wissenschaftlich aufbereitet und liefern ein flächendeckendes Bild über den Radverkehr in der Kommune. „Radverkehrsplaner*innen können so schnell erkennen, wo der Verkehrsfluss eingeschränkt ist und die Infrastruktur gezielt auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Radfahrenden ausrichten und verbessern“, erklärte Muno. Die Daten werden auf dem Bike Monitor-Portal bereitgestellt.
Im vergangenen Jahr beteiligten sich über 1,2 Millionen Menschen aus 3.013 Kommunen am Stadtradeln und legten 237 Millionen Kilometer auf dem Fahrrad zurück. Noch bis September können sich weltweit Kommunen und Radler*innen für das Stadtradeln 2026 anmelden.
Im Zuge der Fahrbahnerneuerung auf der L 282 zwischen Schönhausen und Wittenborn schreiten die Bauarbeiten planmäßig voran. Nachfolgend informiert das Straßenbauamt Neustrelitz über den aktuellen Stand der Arbeiten, verkehrliche Einschränkungen sowie die geplanten Maßnahmen in der 19. Kalenderwoche:
aktuell laufende Arbeiten:
- Fräsarbeiten im gesamten Baufeld beendet, die Unterlage in Matzdorf muss infolge Unterdimensionierung im Asphaltoberbau für nachgefräst werden. Dazu muss die alte Asphaltunterlage einschl. ein Teil der ungebundenen Unterlage ausgebaut werden. Die Arbeiten erfolgen unmittelbar vor Beginn des Asphalteinbaus.
- ab 29.04.2026 Beginn der Asphaltarbeiten auf gesamter Breite (Einbau Asphalttragschicht ab Wittenborn in Richtung Schönhausen)
- in Vorleistung zum Asphalteinbau erfolgt jeweils das Auftragen der Bitumenemulsion (Achtung: Verschmutzungsgefahr!!!)
- Verkehrsraumeinschränkungen für Anlieger im Baufeld
- Johannisberg über Schönhausen und Matzdorf erreichbar (Anlieger stehen in direktem Kontakt zum Baubetrieb, stundenweise Einschränkungen (ca. 7 - 11 Uhr) der Erreichbarkeit Johannisberg am 29.04.2026)
- Matzdorf von Schönhausen aus erreichbar
- Abzweig am Fuchsberg von Schönhausen aus erreichbar
- für Einsatz- und Rettungskräfte:
… steht der Teilbereich Schönhausen - Matzdorf bis voraussichtlich 04.05.2026 vollständig (24/7) unter Beachtung der Baustellenverkehre zur Verfügung
…. vollständige Durchfahrt für Einsatz und Rettungskräfte am 29./30.04.2026 nur in arbeitsfreien Zeiten möglich
…. über das lange Wochenende (01.-03.05.2026) ist eine vollständige Durchfahrt für Einsatz und Rettungskräfte möglich
Ausblick 19. KW (04.05 - 08.05.2026):
- Fortsetzung Asphalteinbau (Asphalttragschicht und Asphaltdeckschicht)
- Achtung: Die Andienung der Baustelle mit Asphaltmischgut erfolgt über die Anschlussstelle Strasburg (A 20) aus Richtung Schönhausen. Es ist mit erhöhtem Baustellenverkehr zu rechnen!!!
- Verkehrsraumeinschränkungen für Anlieger im Baufeld
- Johannisberg über Friedland erreichbar
- Matzdorf je nach Baufortschritt immer von einer Seite aus erreichbar (genaue Infos dann mit der nächsten Baustelleninformation)
- Abzweig am Fuchsberg immer von einer Seite aus erreichbar (genaue Infos dann mit der nächsten Baustelleninformation)
- das morgendliche Verlassen (ca. 7:30 Uhr) in Richtung A 20 wird dauerhaft unter Beachtung der Baustellenverkehre und der vorbereiteten Unterlage mit Bitumenemulsion (Achtung: Verschmutzungsgefahr!!!) geduldet
PM-Nr.078-26 | 27.04.2026 | BM | Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung
In dieser Woche beginnen an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern die Abschlussprüfungen. In diesem Jahr sind rund 11.600 Schülerinnen und Schüler in 46 Prüfungsfächern für die Abschlussprüfungen angemeldet. Den Anfang macht die zentrale und ländergemeinsame Abiturprüfung im Fach Deutsch am Dienstag, 28. April 2026. Die weiteren ländergemeinsamen Abiturprüfungen finden an folgenden Terminen statt:
- Englisch am 30. April 2026,
- Mathematik am 6. Mai 2026,
- Französisch am 8. Mai 2026,
- Biologie am 12. Mai 2026,
- Physik am 13. Mai 2026 und
- Chemie am 19. Mai 2026.
Die zentralen Abschlussprüfungen für die Mittlere Reife starten am 21. Mai mit dem Fach Deutsch und die der Fachoberschule am 18. Mai 2026 ebenfalls mit dem Fach Deutsch. Alle Termine der Abschlussprüfungen sind auf dem Bildungsserver MV unter „Prüfungen und Abschlüsse“ einsehbar.
Bildungsministerin Simone Oldenburg wünscht den Prüflingen viel Erfolg: „Die Abschlussprüfungen markieren einen bedeutenden Abschnitt nach vielen Jahren des Lernens und persönlichen Wachsens. Gehen Sie mit Zuversicht und Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten in diese Zeit. Sie haben sich gemeinsam mit Ihren Familien und Lehrkräften gut vorbereitet – nun wünsche ich Ihnen Ausdauer, Konzentration und gute Ergebnisse.“
Im Abitur werden in den allgemein bildenden und berufsbezogenen Fächern in diesem Jahr insgesamt 16.093 Prüfungen schriftlich abgelegt. Die Zahl der Abiturientinnen und Abiturienten liegt bei 5.360 Prüflingen. Zu den Prüfungen der Mittleren Reife sind 6.220 Schülerinnen und Schüler angemeldet. An den Fachoberschulen treten 31 Prüflinge ihre Abschlussprüfungen zur Fachhochschulreife an.
PM-Nr.125/2026 | 24.04.2026 | LM | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt
Anlässlich des bevorstehenden Tags des Baumes am 25. April rückt die Zitterpappel (Aspe) in den Fokus: Sie wurde zum Baum des Jahres 2026 ernannt. Die Auszeichnung wird seit 1989 jährlich von der Dr. Silvius Wodarz Stiftung vergeben und würdigt Baumarten mit besonderer ökologischer, forstlicher oder kultureller Bedeutung.
Die Wahl der Zitterpappel zum Baum des Jahres unterstreicht ihre herausragende Rolle als Schlüsselart in Waldökosystemen. Sie überzeugt insbesondere durch ihre hohe Bedeutung für die Biodiversität, ihre Fähigkeit zur schnellen Wiederbewaldung von Störflächen sowie ihre positiven Effekte auf die Bodenentwicklung.
„Ich begrüße es sehr, dass die Zitterpappel zum Baum des Jahres 2026 gewählt wurde. Sie ist eine äußerst anpassungsfähige und ökologisch wertvolle Baumart, die gerade in Mecklenburg-Vorpommern einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung unserer Wälder leisten kann. Angesichts des Klimawandels brauchen wir robuste und vielseitige Baumarten wie die Zitterpappel, die unsere Wälder bereichern und die biologische Vielfalt stärken. Zu finden ist die Zitterpappel bisher z.B. im Naturpark "Nossentiner/Schwinzer Heide". Dort gibt es in M-V die größte zusammenhängende Zitterpappel-Population auf 21 Hektar“, erklärt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.
Die Zitterpappel ist eine in der Nordhalbkugel weit verbreitete Baumart und kommt auch in Mecklenburg-Vorpommern vor – wenn auch mit einem Anteil von lediglich rund 0,2 Prozent an der Waldfläche. Als typische Pionierbaumart besiedelt sie bevorzugt offene Flächen, etwa nach Waldbränden. Durch ihre leichten, weit fliegenden Samen sowie ihre Fähigkeit zur Vermehrung über Wurzelsprosse kann sie schnell große Flächen erschließen und so einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Waldentwicklung leisten.
Von besonderer Bedeutung ist die Zitterpappel für zahlreiche Tierarten: Zwischen 500 und 600 Insektenarten nutzen sie als Lebensraum oder Nahrungsquelle, darunter viele hochspezialisierte Käfer- und Schmetterlingsarten. Auch für andere Tiere, wie beispielsweise Biber, ist sie eine wichtige Nahrungsgrundlage. Ihr weiches Holz und die schnell zersetzbare Laubstreu fördern zudem die Bodenfruchtbarkeit und schaffen günstige Bedingungen für weitere Pflanzenarten.
Auch wirtschaftlich bietet die Zitterpappel Potenziale: Sie wächst schnell, kann Höhen von bis zu 35 Metern erreichen und liefert vielseitig verwendbares Holz, etwa für die Zellstoffindustrie, Holzwerkstoffe oder Spezialanwendungen.
Neben ihrer ökologischen und wirtschaftlichen Bedeutung hat die Zitterpappel auch einen festen Platz in kulturellen Überlieferungen. Ihr Name geht vermutlich auf das charakteristische Zittern ihrer Blätter im Wind zurück.
Das Umweltministerium MV ruft dazu auf, die Zitterpappel verstärkt in naturnahe Waldentwicklungskonzepte einzubeziehen und ihre Potenziale für klimaresiliente Wälder gezielt zu nutzen.
PM-Nr.077-26 | 24.04.2026 | BM | Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung
Bildungsministerin Simone Oldenburg setzt den direkten Dialog mit Eltern und Lehrkräften in Mecklenburg-Vorpommern im Mai fort. Aufgrund der hohen Nachfrage der individuellen Sprechstunden in den vergangenen Monaten lädt sie erneut zu einer digitalen Sprechstunde ein. Diese findet am Montag, 19. Mai 2026, ab 17:00 Uhr für Eltern und ab 18:00 Uhr für Lehrkräfte statt.
„Der direkte Austausch mit Eltern und Lehrkräften ist ein zentraler Bestandteil unserer Bildungsarbeit. Gemeinsam gestalten wir Schule – ich freue mich darauf, zu hören, was gut läuft und wo wir noch nachjustieren müssen. Offene Gespräche lösen oft Fragen unkompliziert und schaffen Vertrauen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg
Die digitale Sprechstunde richtet sich an Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte in ganz Mecklenburg-Vorpommern und bietet die Möglichkeit, direkt mit der Bildungsministerin ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme erfolgt in Einzelgesprächen.
Da die Platzzahl begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung per E-Mail mit Angabe der teilnehmenden Personen und des Themas sowie mit der Nennung der Schule unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Sie erhalten dann eine Zu- oder Absage.
Digitale Elternsprechstunde (landesweit)
Datum: Montag, 19. Mai 2026
Zeit: ab 17:00 Uhr
Digitale Lehrkräftesprechstunde (landesweit)
Datum: Montag, 19. Mai 2026
Zeit: ab 18:00 Uhr
PM-Nr.080 | 24.04.2026 | SM | Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport
Mit einer landesweiten Pflanzaktion machen die Alzheimer Gesellschaft Mecklenburg-Vorpommern und die regionalen DemenzNetzwerke in diesen Tagen auf die Krankheit Demenz aufmerksam. Sozialministerin Stefanie Drese, die ebenfalls an der Pflanzaktion teilnahm, nannte Demenz heute eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen und kündigte die Fertigstellung des landeseigenen Demenzplanes noch in diesem Sommer an.
„Demenzielle Erkrankungen betreffen Schätzungen zufolge schon jetzt rund 40.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Prognosen zufolge wird sich diese Zahl bis zum Jahr 2060 verdoppeln“, erklärte die Ministerin. Dabei spiele das hohe Durchschnittsalter der Landesbevölkerung eine Rolle. „Aber: Demenz ist nicht nur eine Frage der Demografie. Auch der eigene Lebensstil spielt eine Rolle“, hob Drese hervor.
Neuen Erkenntnissen zufolge könnten zum Beispiel rund 40 Prozent aller Demenzerkrankungen durch die Vermeidung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, Rauchen und Bewegungsmangel verhindert oder verzögert werden. Aber auch soziale Isolation ist ein Risikofaktor. „Auch darauf wollen wir mit dem Aktionstag noch einmal hinweisen und die Bedeutung der Prävention bei einer Erkrankung, deren Entstehen und Verlauf lange Zeit als nicht beeinflussbar galt, hervorheben“, so Drese weiter.
Die Ministerin wies darauf hin, dass in Mecklenburg-Vorpommern eine umfangreiche Expertise zu Demenz vorhanden ist. „Unser Landesverband der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen aber auch unsere Universitätskliniken und Hochschulen setzen sich mit viel Engagement für die Betroffenen und ihre Angehörigen ein, auch in unseren Landesgremien wie dem Pakt für Pflege, das sich in einem eigenen Handlungsfeld mit der Herausforderung Demenz beschäftigt“, erklärte die Ministerin.
Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe fließen unterdessen in den ersten Demenzplan Mecklenburg-Vorpommerns ein, der derzeit erarbeitet werde. „Das entsprechende Beteiligungsverfahren soll noch im kommenden Monat starten, mit der Fertigstellung rechnen wir im Sommer“, so Drese. Mit dem Demenzplan sollen die zur Verfügung stehenden Ressourcen und die vorhandene Expertise landesweit gebündelt, entsprechende Strukturen auf- und ausgebaut und vor allem die Lebensqualität von Menschen mit Demenz aber auch derer An- und Zugehörigen verbessert werden.
Drese: „Wir wissen, dass eine demenzielle Erkrankung die Betroffenen aber auch ihr Umfeld vor große Umbrüche und gesundheitliche wie pflegerische Fragen stellt. Sie alle wollen wir künftig so noch besser unterstützen und uns zukunftsgewandt auf die Veränderungen im Land einstellen, damit wir mit der Diagnose Demenz niemanden allein lassen.“

